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Wirecard

Wirecard
shutterstock.com/Anton Garin

Der Payment-Dienstleister Wirecard wurde 2005 gegründet. Der Hauptsitz war in Aschheim bei München. Wirecard hatte Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr, das Risikomanagement sowie die Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten.

Auf der Basis seiner Technologie-Plattform bot Wirecard Geschäftskunden und Verbrauchern ein Ökosystem an Diensten rund um den digitalen Zahlungsverkehr an: online, mobil und am Point of Sale. Seit 24. September 2018 war die Aktie von Wirecard im DAX. Im Sommer 2020 erfolgte dann der Absturz: Der inzwischen insolvente Dax-Konzern hatte Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Unternehmen seit 2015 Scheingewinne auswies. Mehr als drei Milliarden Euro könnten verloren sein. Die Finanzaufsicht Bafin und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stehen in dem Fall in der Kritik. Ein Gutes hatte der Wirecard-Bilanzskandal: Der Dax bekam neue Regeln. Der jähe Absturz des einst als Börsenstar gefeierten Zahlungsdienstleisters hat den Finanzplatz Deutschland aufgeschreckt. Nach Bilanzfälschung, Betrugsvorwürfen und Insolvenz der Wirecard AG stellte die Deutsche Börse schon im Juni 2020 fest, es gelte nun, "das Vertrauen in den Kapitalmarkt zu stärken". Von September 2021 an spielen daher 40 statt 30 Konzerne in der ersten deutschen Börsenliga.

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