Studie zu Webtrackdiensten 28.04.2010, 11:20 Uhr

Kaum ein Webstatistikdienst kann legal eingesetzt werden

Eine Studie zeigt, dass Datenschutzbestimmungen von den untersuchten Webstatistikanbietern ignoriert werden. Schon die allgemeinen Geschäftsbedingungen weisen Mängel auf.
Studie zu Webtrackdiensten Foto: Fotolia.com/kebox
Zu den in der Studie untersuchten Webstatistikanbietern gehören eTracker, Google Analytics, Statcounter, IVW, Wired Minds, Stats4Free und das kostenlose Webanalyse-Tool Piwik. Das IT-Sicherheitsunternehmen Xamit stellte fest, dass Datenschutzbestimmungen von allen Anbietern "systematisch außer Acht gelassen" werden. Lediglich eTracker wird in der Untersuchung bescheinigt, der einzige Dienst zu sein, der nach Anpassungen legal genutzt werden könne. Allerdings spart die Untersuchung eine Reihe von großen Anbietern aus. Ein Teil der Anbieter zu denen neben Wired Minds auch econda oder Webtrekk gehören, trägt sogar ein TÜV-Zertifikat, dass deren Konformität zu den geltenden Datenschutzrichtlinien bestätigt.
Als Mängel identifiziert die Xamit-Studie das Nutzen von unverkürzten IP-Adressen und fehlende Widerspruchsmöglichkeiten für die Profilbildung, sowie die nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden allgemeinen Geschäftsbedingungen der Tracking-Anbieter . "Webseitenbetreiber, die ihrem Statistikdienstleister blind vertrauen, verletzen heute in 90 Prozent der Fälle datenschutzrechtliche Vorschriften. Das kann teuer werden", so der Autor der Studie Niels Lepperhoff. Nicht die Dienstleister, sondern die Nutzer der Dienste könnten mit Bußgeldern belegt werden.
Die vollständige Studie kann über die Website von Xamit kostenlos bezogen werden.


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