Die Dachmarke 25.08.2017, 08:07 Uhr

Oath: Ein Haus, viele Marken

Der US-Telekommunikationskonzern Verizon bündelt rund 50 Marken, darunter AOL und Yahoo, unter der Dachmarke Oath. 2020 soll sie zwei Milliarden Nutzer erreichen.
(Quelle: Screenshot/Oath)
Im April hatte AOL-Chef Tim Armstrong den ­Namen der neuen Dachmarke per Twitter verraten: Oath heißt der Geschäftsbereich, in dem der Telekommunikationskonzern Verizon sein Mediengeschäft bündelt. In Deutschland leitet Markus Frank als Managing Director DACH die Geschäfte von Oath. Frank war lange für Microsoft Advertising tätig. Als AOL im Juni 2015 die Vermarktung des Micro­soft-Inventars übernahm, wechselte er als Deutschland-Chef zu AOL.
Der Name "AOL" ist in vielen Köpfen noch mit dem Internet-Zugangsgeschäft verbunden, mit dem das US-Unternehmen ab Mitte der 90er-Jahre groß geworden war. "Die dynamische Entwicklung des Portfolios passte aus unserer Sicht nicht mehr zum Namen", begründet Frank, warum CEO Tim Armstrong, der inzwischen Oath leitet, nach einem neuen Namen für das Unternehmen gesucht hatte. Als ­Verizon dann Yahoo ­kaufte, war schnell klar, dass der Name eingeführt wird, wenn die beiden Marken AOL und Yahoo, bildlich gesprochen, gemeinsam in ein neues Haus ziehen.

Die Gründung von Oath

Mitte Juni 2017 war es so weit. Die Yahoo-Übernahme wurde abgeschlossen und Oath aus der Taufe gehoben. Seitdem firmieren über 50 Medien- und Technologieunternehmen von AOL und Yahoo ­unter dem Dach von Oath. Im Bericht zum zweiten Quartal 2017 berichtet Verizon, dass Oath für rund sieben Milliarden US-Dollar Jahresumsatz steht. Oath soll bis 2020 mehr als eine Milliarde US-Dollar an kumulierten Betriebskosten einsparen.
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