Gestohlene Kontodaten 02.08.2016, 09:46 Uhr

200 Millionen Yahoo-Accounts landen im Dark Web

200 Millionen Yahoo-Accounts werden derzeit offenbar im Dark Web gehandelt. Hinter dem Verkauf der Datensätzen soll der bekannte Hacker peace_of_mind stecken, der in der Vergangenheit bereits Daten von LinkedIn-, Tumblr- und Twitter-Nutzern verkauft hatte.
200 Millionen Yahoo-Accounts stehen zum Verkauf: Die Kontodaten sollen laut einem Bericht der Tech-Webseite Motherboard derzeit im Dark Web für drei Bitcoins (umgerechnet etwa 1.615 Euro) gehandelt werden. Verkauft werden die Datensätze offenbar von dem Hacker peace_of_mind, der zuvor bereits mit dem Verkauf von LinkedIn-, Tumblr- und Twitter-Accounts für Aufsehen gesorgt hatte.
Yahoo-Datensätze: Der Hacker peace_of_mind verkauft 200 Millionen Accounts über das Dark Web.
(Quelle: motherboard)
Die Datensätze sollen aus dem Jahr 2012 stammen und unter anderem den Nutzernamen, gehashte Passwörter, Geburtstage und in einzelnen Fällen gesicherte E-Mail-Adressen beinhalten. Ein von Motherboard untersuchter Beispieldatensatz enthalte zumeist gültige Account-Namen. Allerdings seien viele der Mail-Adressen veraltet oder inaktiv. Yahoo ist das Datenleck ebenfalls bekannt. Gegenüber Motherboard erläuterte das Unternehmen, es werde den Vorfall untersuchen.

Yahoo-Konto absichern

Um Online-Konten vor unberechtigtem Zugang abzusichern, empfiehlt sich neben einem starken Passwort die Einrichtung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese sichert den Account mit einer zusätzlichen Sicherheitsebene ab und besteht beispielsweise aus einem PIN-Code, der bei der Anmeldung an das Smartphone des Nutzers gesendet wird. Der Vorteil: Selbst wenn Hacker an das Passwort des Kontos gelangen, können sie ohne den 2FA-Schlüssel nicht darauf zugreifen. Mittlerweile bieten die meisten Online-Dienste eine Absicherung per 2FA an.



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