Checkliste 18.07.2014, 09:53 Uhr

Den passenden Hosting-Dienstleister finden

Die Angebotsvielfalt im Webhosting ist immens: Sie reicht von einfachen Baukastenlösungen bis hin zu Dedicated-Server-Lösungen. Fünf Punkte, auf was bei der Anbieterauswahl zu achten ist.
Auswahl des Hosters
(Quelle: Verio)
Es ist wahrlich keine einfache Aufgabe, im heutigen Angebotsdschungel das passende Business-Angebot für den Internetauftritt des Unternehmens zu finden. Grundvoraussetzung für die richtige Wahl ist, dass der Auftraggeber seine eigenen Bedürfnisse mit den entsprechenden Lösungsvarianten abgleicht. Vor der Entscheidung für einen Provider und eine konkrete Lösung sollte eine Firma auf jeden Fall einige wichtige Fragen klären und Parameter überprüfen. Als erste Orientierungshilfe hat Holger Gerlach, Managing Director bei Verio Europe, eine Checkliste aufgestellt:


1. Eigene Anforderungen kennen

Zunächst muss ein Unternehmen seine eigenen Anforderungen möglichst genau analysieren. Sie können von einer einfachen Webpräsenz mit einer reinen Firmendarstellung bis hin zu einer komplexen Website mit Shop-Funktionalität oderder Nutzung als Entwicklungsumgebung reichen.

2. Den Preis genau unter die Lupe nehmen

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass der Hosting-Partner Vertragslaufzeiten und Preise wie Einrichtungsgebühren, monatliche Miete oder Kosten für den Telefonsupport transparent darstellt. Es muss klar ersichtlich sein, mit welchen monatlichen Kosten zu rechnen ist.

3. Den Leistungsumfang detailliert prüfen

Das in Frage kommende Angebot sollte sorgfältigauf Vertragsbestandteile und Ausstattungsmerkmale wie Speicherplatz, Transfervolumen, verfügbare Funktionalitäten und Applikationen überprüft werden. Wissenswert auch: Welche der benötigten Leistungen sind im gewählten Paket inbegriffen, für welche fallen zusätzliche Kosten an? Ebenfalls wichtig: Service und Support. Eine gute Erreichbarkeit des Hosters für den Ernstfall sollte immer gewährleistet sein.

4. Garantie der Verfügbarkeit der Website

Zentraler Punkt jeder Internetpräsenz ist die Verfügbarkeit der Seite, denn es ist zumindest ärgerlich, wenn nicht sogar geschäftsschädigend, wenn der Umsatz aufgrund technischer Störungen ausbleibt. Der Anbieter sollte daher entsprechende Service Level Agreements, Kurz, SLAs,  anbieten. In diesen muss geregelt sein, dass bei Unterschreitung bestimmter Werte - etwa einer garantierten monatlichen Verfügbarkeit der Website von mindestens 99,9 Prozent - Vertragsstrafen anfallen beziehungsweise Mietzahlungen zurückerstattet werden, wenn nachweislich Schaden entstanden ist.

5. Auf die Sicherheit der Daten Wert legen 

Webhosting in Hochsicherheits-Rechenzentren mit redundanter, unterbrechungsfreier Stromversorgung, Brandschutztüren sowie mehreren Sicherheitsstufen bei der Zugangskontrolle ist erforderlicher Standard. Auch ein mehrstufiges Daten-Backup sollte der Hosting-Partner anbieten. 
Wie wichtig die Verfüpgbarkeit und die Ladezeit gerade von Webshops ist, zeigt eine Untersuchung von Keynote zum Black Friday 2013: Bei den 16 ausgewählten Webshops erhöhte sich am 29. November 2013, dem verkaufsstärksten Tag im Weihnachtsgeschäft,  die Ladezeiten zum Teil erheblich. Bei Amazon.de beispielsweise stiegen die Ladezeiten bereits ab 12 Uhr mittags von den durchschnittlich drei Sekunden eines normalen Tages auf weit über zehn Sekunden an - mit gelegentlichen Timeouts von bis zu 60 Sekunden. Abends erhöhten sich die Werte dann zeitweise sogar auf über 40 Sekunden.               




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