Best of Munich 19.05.2015, 14:00 Uhr

Münchens bestes Start-up 2015

Die Start-up-Initiative "Best of Munich" geht in die zweite Runde. Zehn junge Unternehmen haben es ins Finale geschafft, jetzt wurden die Sieger ausgezeichnet. Das Rennen macht ein Handschuh.
Dieser Handschuh überzeugte die Jury
(Quelle: ProGlove )
"Best of Munich" ist eine 2014 von Jan Küster (FoundersFight.Club), Michael Pritzer (KPMG) und Stefan Lemper (You is now) gestartete Initiative, die Start-ups, Netzwerkinstitutionen, Universitäten und Investoren aus München zusammenbringen will. Gründerinstitutionen konnten drei aus ihrer Sicht aussichtsreiche Kandidaten in das Rennen um den Titel "Best of Munich 2015" schicken. Zusätzlich durften sich weitere Start-ups aus München bewerben. Zehn Teilnehmer hatten sich für das Finale am 18. Mai 2015 qualifiziert.
Überzeugt hat die Jury schließlich "ProGlove", ein junges Unternehmen, das einen intelligenten Handschuh entwickelt hat. Dieser ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, welche die Bewegung ihres Trägers messen können. Damit soll es zum Beispiel möglich sein, die Geschwindigkeit von Arbeitsprozessen zu erhöhen oder Fehler schneller zu erkennen. Mit seinem smarten Handschuh richtet sich ProGlove insbesondere an Unternehmen aus der Logistikbranche oder der Automobilindustrie.
Den zweiten Platz hat "Grillido" gemacht. Der Online-Wurstverkäufer preist seine kalorienreduzierten Produkte als "Lifestyle" an und will sich damit an Sportler und Ernährungsbewusste richten. Auf Platz drei schafft es "Simscale", eine Web-Plattform, die es Ingenieuren ermöglicht, anspruchsvolle 3D-Simulationen per Webbrowser durchzuführen - mit dem Ziel schneller bessere Produkte zu entwickeln. 

Zehn Kandidaten, fünf Minuten

Die zehn Kandidaten hatten jeweils fünf Minuten Zeit, die Experten-Jury, der diesmal auch der Sieger vom vergangenen Jahr angehörte, von ihrem Geschäftsmodell zu überzeugen. Ins Finale hatten es auch diese Start-ups geschafft:
  • Crowdpatent: Eine Crowdfunding-Plattform, die Erfinder von Patenten, Unterstützer und Unternehmen zusammenbringen will
  • Idnow: Das Start-up ermöglicht die Online-Identifizierung von Personen in Echtzeit für den Abschluss von Verträgen, wie zum Beispiel einem Bankkonto oder einem Handyvertrag
  • Kinexon: Die Gründer haben eine präzises System zur zentimetergenauen Lokalisierung und Bewegungserfassung von Personen und Objekten mittels Sensor entwickelt
  • Konux: Das High-Tech Start-up hat sich ebenfalls auf Sensoren spezialisiert. Es entwickelt  individualisierte optoelektronische Sensorlösungen
  • Opentabs: Entwickler einer Systemarchitektur für Gastronomen, welche für die Kundensteuerung und -betreuung für Großveranstaltung, Kino, Hotel, Schnellimbiss, Restaurant und Bar verwendet werden kann
  • Parkpoket: Das Big-Data-Unternehmen will mit seiner App das Parken mittels Preisvergleich und direkter Navigation erleichtern 
  • Shäre: Eine Taxi-App, die Kunden mit dem selben Fahrtziel zusammenbringt und ihnen damit günstigere Fahrten ermöglichen will
Anhand der Themenvielfalt, stellt sich die Frage, welche Herausforderungen ein Start-up mitbringen muss, um bei dem Pitch zu punkten. "Es gab keinen festen Kriterienkatalog", stellt Mitinitiator Pritzer klar: "Grundsätzlich müssen die Start-ups mit Persönlichkeit, dem Team und ihrem Produkt überzeugen.“ Zudem gehe es bei "Best of Munich" nicht darum, München gezielt von anderen Start-up-Metropolen wie etwa Berlin abzuheben: "Wir differenzieren uns nicht  über den Standort, sondern wollen die Vorteile des jeweiligen Ortes nutzen - die meisten Start-ups sind ohnehin international. Dabei wollen wir offen für jeden sein."

Das Finale von "Best of Munich 2014" hatte "NaVVis" für sich entschieden, ein Start-up, das eine Kartierungs-, Positionierungs- und Navigationstechnologie entwickelt hat. Das Unternehmen ist 2013 als Ausgründung der Technischen Universität München (TUM) hervorgegangen und ermöglicht mit einem Kartierungstrolley die Erstellung von 3D-Karten.
Erstmals wird es in diesem Jahr neben München auch ein "Best of Rhineland" (18. Juni) sowie ein "Best of Hamburg" (13. Juli) geben.

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