Teil 1 20.07.2019, 10:43 Uhr

Marktüberblick: Welche Shopsoftware für welche Zwecke?

Welches Shopsystem eignet sich für welche Zwecke? Wir haben knapp 30 Anbieter nach ihren Hauptzielgruppen und aktuellen Entwicklungen gefragt und veröffentlichen die Ergebnisse in zwei Teilen: Der erste konzentriert sich auf Lösungen für KMU.
(Quelle: shutterstock.com/Novi Elysa )
Wer für sein digitales Commerce-Projekt eine Software sucht, hat die Qual der Wahl. Denn der Markt ist groß und unübersichtlich. National und international aktive Shopsoftware-Anbieter konkurrieren darum, Unternehmen und Marken als Kunden für ihre Commerce-Lösungen zu gewinnen. Hinzu kommen Digitalagenturen, die ihre eigene Shop-Lösung entwickelt haben und diese an Dritte vertreiben.

INTERNET WORLD BUSINESS hat Anfang 2019 knapp 30 Anbieter von Shopsoftware befragt, für welche Geschäftsmodelle und für welche Shop-Größe ihre Lösung besonders geeignet ist. Die Ergebnisse dieser Umfrage stellen wir in einer zweiteiligen Serie vor.
Gefragt wurde nach Preisen, Zielgruppen, ob die Lösung für das B2B-Geschäft geeignet ist, ob Händler die Software selbst an ihre Anforderungen anpassen können und an welchen Neuerungen die Anbieter arbeiten. Die beiden Artikel enthalten keine Bewertung des Funktionsumfangs. Die Übersicht zu Anbietern für kleine und mittelgroße Shops bieten wir als PDF am Ende dieses Artikels als Download an.

Der erste Teil der Serie konzentriert sich auf Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen, der zweite Teil listet ­Lösungen für Großkunden auf. Diese Abgrenzung kann jedoch nicht trennscharf vorgenommen werden. Denn viele Hersteller adressieren alle Zielgruppen: sowohl Einsteiger beziehungsweise kleine und mittelständische Unternehmen als auch Großkunden beziehungsweise komplexe Commerce-Projekte. Deswegen sind einige Anbieter sowohl in diesem als auch im kommenden Teil der Serie in der Tabelle gelistet.

Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis

Allen gemeinsam ist, dass jeder Software-Hersteller verschiedene ­Preismodelle für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis hat. Etliche Lösungen gibt es ausschließlich im Software-as-a-Service-Modell als Abo. Andere Anbieter vertreiben ihre Software im Lizenzmodell. Wie vielfältig die Preismodelle sind, zeigt die Tabelle. Bei manchen Anbietern fallen zum Abopreis zusätzliche Transaktionsgebühren an, bei anderen ist dagegen das Hosting bereits enthalten. Diese Unterschiede ­erschweren den Vergleich.

Neu in der Shopsoftware-Übersicht: Dynamic Commerce
Quelle: Dynamic Commerce
Zu den Herstellern, die bereits in der letzten Branchenübersicht 2017 vertreten waren, gesellen sich nun noch einige hinzu: Shopify, Alzura Shop (früherer Name: Omeco Cloud) und Dynamic Commerce sind neu in der Übersicht über Shop-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen.

Shopify mit Berliner Büro

Shopify ist seit März 2018 mit einem Büro in Berlin-Kreuzberg im deutschen Markt aktiv. Der Anbieter der gleichnamigen Cloud-basierten Shopsoftware hat seinen Hauptsitz in Kanada. Die Originalversion der Software ist in Englisch verfasst. Im Mai 2018 wurde eine Beta-Version von Shopify in sechs verschiedenen Sprachen veröffentlicht, darunter auch auf Deutsch.

Stand Februar 2019 war nicht die komplette Lösung auf Deutsch übersetzt, sondern nur Teilbereiche wie die Shop-Verwaltung und das Help Center. Dem Anbieter zufolge gibt es eine Vielzahl von deutschen Apps im Shopify App Store. Sie erweitern den Funktionsumfang der Lösung. Zudem werden lokale Zahlungsarten wie Sofortüberweisung oder Klarna Rechnungskauf unterstützt.

Hagen Meischner, der vorher bei Prestashop tätig war, wechselte als Partner Manager Lead zu Shopify und ist für Händler die Kontaktperson im deutschsprachigen Markt. Country Product Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Shopify ist Ferry Hötzel.



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