Magento Association: Eine Stimme für Magento-Fans

Flagge zeigen gegenüber Konzernmutter Adobe

Wie ist sie organisiert?
Willkommer: Die Magento Association hat ihren Sitz in den USA. Über 100 Leute haben sich um eine Position im Board ­beworben. Aus ihnen wurden neun  Board-Mitglieder gewählt, die jetzt für zwei Jahre im Amt sind. Die Community kann die Mitglieder des Boards ansprechen. Das Board hat ­einen direkten Draht zum ­Management von Magento. Die Satzung der Magento Associa­tion ist öffentlich und steht ­online. Interessierte können die organisatorischen Einzelheiten dort jederzeit einsehen.

Ben Marks hat bei der deutschen Meet-Magento-Konferenz dafür plädiert, dass sich Entwickler oder Anwender in der Magento Association engagieren, auch, um gegenüber Adobe, dem ­Eigentümer von Magento, Flagge zu zeigen. Gibt es ein Spannungsverhältnis zwischen der Open-Source-Entwickler-Community für Magento und dem Großkonzern Adobe?
Willkommer: Nein, ein Spannungsverhältnis nehme ich nicht wahr. Es ist eher so, dass die Magento-Community noch nicht genau einschätzen kann, wie Adobe in Bezug auf Open-Source tickt. Im umgekehrten Fall nehmen wir aber schon ein äußerst großes Interesse von Adobe an der Open Source Community wahr. Dies zeigt sich an der Teilnahme von ­Adobe-Mitarbeitern an Magento-Formaten wie Stammtischen, Hackathons und anderem.

Befürchtet die Entwickler-Community, dass Adobe sie künftig bei der Weiterentwicklung von Magento außen vor lässt?

Willkommer: Nein, die Community ist für Magento von großem Wert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Adobe das über Bord werfen will. Und sie ist auch von strategischer Bedeutung, denn die Community hat einen guten Draht zu mittelständischen Unternehmen. Magento ist ja im Mittelstand zu Hause, Adobe aber nicht. Adobe will den Mittelstand ­adressieren. Das gelingt insbesondere auch über die Magento-Community, über die man einen zusätzlichen und direkten Zugang hat. Darüber ­hinaus ist es mittlerweile auch so, dass Kundenanforderungen durch den Software-Hersteller alleine häufig nicht mehr abgebildet werden können. Insofern ­machen wir uns hier überhaupt keine Gedanken, eher im ­Gegenteil.



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