Auswirkungen von Corona 11.05.2020, 08:12 Uhr

Payment-Analyse: Diese Branchen profitieren von der Krise

Der Shutdown durch die Corona-Pandemie hat auch im Online-Handel deutliche Spuren hinterlassen: Manche Branchen verzeichnen massive Umsatzeinbußen, andere hingehen starke Zuwächse. Gut messbar ist dies über die Anzahl der Zahlungstransaktionen.
(Quelle: shutterstock.com/Art_OLD )
Nicht nur im stationären Handel, auch im Online-Handel gibt es Gewinner und Verlierer der Corona-Krise. Um das Ausmaß erfassen zu können, hat der Payment-Service-Provider Computop die Zahlungstransaktionen seiner Kunden kalenderwochenweise von Januar 2020 bis in die Woche nach Ostern Mitte April nach Branchen analysiert und mit den Werten des vergangenen Jahres verglichen. 
Quelle: Computop 
Definitiv zu den Verlierern gehören demnach Reisebüros und Hotels: Seit Mitte März verzeichnen die Reisebüros deutliche Einbrüche, anfangs von gut einem Drittel bis hin zu fast 100 Prozent rund um Ostern. Ähnlich das Bild bei Hotels: Dort setzte der Abschwung etwa zwei Wochen später ein und lag bei etwa zwei Dritteln Ende März und bis zu 85 Prozent zur Osterzeit.

Die Gewinner der Corona-Krise

Profitieren konnten hingegen Drogerien, Lebensmittel-Shops und Online-Apotheken. Seit Mitte März stiegen die Umsätze dort signifikant an, nur an den Osterfeiertagen ließ die Nachfrage nach. Apotheken verzeichneten durchgängig ein Plus von knapp 30 bis gut vierzig Prozent.

Online-Apotheken gehören in der aktuellen Corona-Krise zu den Gewinnern. Wir zeigen, welche Pharmazie-Portale zu den größten in Deutschland zählen. Das Ranking basiert auf Zahlen der "ecommerceDB", einer Datenbank von Statista.

Bei Drogerien kletterte der Umsatz Mitte März um etwa 50 Prozent, Anfang April waren es dann schon fast 100 Prozent, Mitte April sogar 170 Prozent - Klopapier und Desinfektionsmittel sei Dank. Die Lebensmittel-Shops kamen Schnitt auf ein Plus von 70 Prozent Mitte März, seit Ende März liegt der Zuwachs konstant bei über 100 Prozent. 
Ein erfreulicher Trend zeichnet sich bei Mode, Schuhen und Lifestyle-Shops ab: "Zunächst waren auch in dieser Branche Verluste zu verzeichnen, seit Kalenderwoche 16 ist der Umsatz von Konsumgütern wie Schuhe und Mode aber wieder im Aufschwung", erläutert Ralf Gladis, Geschäftsführer von Computop.
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