Payment News KW 35 26.08.2019, 14:45 Uhr

Deutliches Wachstum bei Adyen

Die Payment-News der Woche: Datenleck bei Mastercard ist schlimmer als gedacht / Wirecard-Konkurrent Adyen präsentiert gute Zahlen / Deutsche Bank nutzt Verimi / Freizeitmarkt Knauber startet Self-Checkout
(Quelle: shutterstock.com/mirtmirt)
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News

Massives  Datenleck bei Mastercard: Rund 90.000 Daten von Mastercard-Kunden waren zeitweise öffentlich zugänglich. Zuerst wurde bekannt, dass in einem Forum eine Tabelle mit Namen und E-Mail-Adresse kursierte. Später informierte das Kreditkartenunternehmen seine Kunden, dass teilweise auch Listen mit vollständigen Kartennummern von Zahlungskarten in Umlauf waren. Immerhin waren das dazugehörige Ablaufdatum und die Prüfnummer auf der Rückseite der Karte nicht Teil des Datenlecks. Damit können die gestohlenen Kartennummern nicht direkt für Einkäufe im Internet verwendet werden, weil dabei mindestens auch das Ablaufdatum abgefragt wird. Speziell betroffen waren Kunden des Bonusprogramms "Priceless Specials". >>> Internetworld.de >>> Finanz-Szene.de
Deutliches Wachstum bei Adyen: Der Payment Service Provider Adyen hat im ersten Halbjahr 2019 beim operativen Ergebnis ein deutliches Plus von 79 Prozent erreicht. Das Ergebnis lag bei 125,8 Millionen Euro, der Umsatz stieg um 41 Prozent auf 221 Millionen Euro. Nach Angaben von Adyen sei das Wachstum vor allem auf Bestandskunden zurückzuführen. Die Branche erlebt derzeit eine weitere Konsolidierungswelle: Der Investor KKR hat unlängst die Mehrheit am Payment-Dienstleister Heidelpay übernommen, Mastercard hat Teile des Payment Service Providers Nets übernommen. Nets hatte seinerseits 2018 Concardis geschluckt. >>> Handelsblatt.com
BaFin nennt kein Enddatum der Übergangslösung für die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin setzt  bei der Umsetzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für Kartenzahlungen im E-Commerce die Überprüfung aus. Die BaFin werde die Nichteinhaltung „zunächst nicht beanstanden“, hieß es seitens der Behörde. Wie lange die unverbindliche Aussetzung gelten soll, ließ die BaFin allerdings offen. Damit fehlt der Branche die Planungssicherheit, bemängeln Experten. Auch in Österreich wurde die Umsetzung der Regelungen zur starken Kundenauthentifizierung teilweise verschoben. >>> IT-Finanzmagazin.de  >>> DiePresse.at
Deutsche Bank nutzt Verimi: Die Plattform Verimi will Identitätsnachweise im Internet vereinfachen. Nun nutzt auch die Deutsche Bank diese Identifizierung für seine Prozesse: Ab sofort könnten sich Interessenten mit ihrem Verimi-Account für die Kontoeröffnung bei der Bank identifizieren. Hinter Verimi steht eine Allianz großer deutscher Firmen, darunter die Deutsche Bank selbst, Daimler, Allianz, die Deutsche Telekom und der Axel Springer Verlag. >>> IT-Finanzmagazin.de
Freizeitmarkt Knauber mit Self-Checkout: Die Kunden können ab sofort in allen Filialen des Markts ihren Einkauf selbst scannen und direkt in der Mobile App des Händlers bezahlen. Technologie-Lieferant ist Snabble, der bereits einige Filialen des Einrichtungshauses Ikea mit dem System ausgestattet hat. Die Zahlungen, die per SEPA-Lastschrift getätigt werden, wickelt Fiserv (vormals First Data TeleCash) ab. >>> AllAboutPayment.de
Payment Summit 2019
Vorträge von Top-Experten zu Payment-Strategien, neue Lösungen in der Welt des Bezahlens, nützliche Kontakte und bester Service erwarten Sie beim Payment Summit am 6./7. November 2019 in Hamburg. Sichern Sie sich jetzt Ihr Crazy-Bird-Ticket >>>
Quelle: Ebner Media Group
Whatsapp will in Asien zum  Bezahldienst werden: Seit zwei Jahren bereitet Whatsapp in Indien das Bezahlen über den Messenger vor. Jetzt soll der Start für rund 400 Millionen Nutzer bevorstehen. Als nächstes Land hat Konzern-Chef Mark Zuckerberg Indonesien im Blick. Dort soll sich das Unternehmen unter anderem in Verhandlungen mit den bisher führenden lokalen Mobile-Payment-Anbietern Go-Pay und Ovo befinden. Der Einstieg in Indien und Indonesien würde eine enorme Reichweite bringen: Die beiden Länder haben zusammen rund 1,6 Milliarden Einwohner. Whatsapp hat in keinem anderen Land mehr Nutzer als in Indien. Indonesien zählt mit 100 Millionen Nutzern zu den fünf größten Märkten für das Unternehmen. >>> Handelsblatt.com  >>> Pymnts.com
EU-Kommission prüft Facebooks "Libra": Bei den Wettbewerbshütern der Europäischen Union (EU) wächst der Widerstand gegen die vom Internet-Riesen Facebook angekündigte Einführung der Krypto-Währung "Libra". Die EU-Kommission untersucht Medienberichten zufolge derzeit "potenziell wettbewerbswidriges Verhalten". Demnach gibt es Bedenken, dass Facebook mit dem Bezahlsystem Wettbewerber ausschließen werde. Der Internetkonzern könnte damit "mögliche Wettbewerbsbehinderungen" schaffen. Die Untersuchung der EU-Kommission befindet aber noch in einem frühen Stadium. >>> Internetworld.de

Kurz notiert

  • Der japanische E-Commerce-Anbieter Rakuten – zehntgrößtes Internetunternehmen der Welt - startet eine eigene Kryptowährungs-Börse, auf der Währungen wie Bitcoin und Ethereum gehandelt werden können. >>> mehr
  • Die Smartphone-Bank N26 testet Gemeinschaftskonten, mit dem Kunden Unterkonten für bis zu zehn weitere Nutzer erstellen können. >>> mehr
  • Das Schweizer Fintech Numbrs, das eine Finanz-App zur Verwaltung verschiedener Konten anbietet, konnte sich eine Finanzspritze von 40 Millionen US-Dollar sichern. >>> mehr
Schon gewusst...?
Sparkasse Langen-Seligenstadt berät per Chatbot: Das Geldhaus hat in Dreieich eine multifunktionale Selbstbedienungs-Filiale eröffnet, in der Kunden ein freies WLAN, eine Ladestation für Handys und Touch-Display mit einem bunten Informations-Mix aus Nachrichten, Lifestyle, Sport, Börse und lokalem Wetter finden. Als zentrales Element gibt es eine interaktive Kommunikationstheke mit eingelassenen Displays. Dort beantwortet der Chatbot "Linda" Service-Anfragen der Kunden. >>> IT-Finanzmagazin.de



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