Praxistipp 17.10.2016, 08:04 Uhr

So bleiben Branding Kampagnen user-freundlich

Branding Kampagnen sollen hohe Aufmerksamkeit erzeugen, den Nutzer aber keinesfalls nerven. Drei Tipps für den richtigen Umgang mit Rich-Media-Werbung.
(Quelle: shutterstock.com/Manczurov)
Eine der größten Herausforderungen der Online-Werbung ist die ständige Gratwanderung zwischen Effektivität und Nutzerfreundlichkeit. Der User muss eindeutig im Fokus stehen, damit er Markenbotschaften wahrnimmt und nicht blockiert. Lars Hense, Sales Director bei dem Werbetechnologieanbieter Inskin Media, gibt drei Tipps, die besonders bei Branding Kampagnen berücksichtigt werden sollten.

1. Rich Media, aber schlank

Display-Werbung in HTML5 bietet grenzenlose kreative Umsetzungsmöglichkeiten. Rich-Media-Werbung verführt aber auch leicht dazu, Anzeigen derart mit Content vollzupacken, dass die Werbemittel das Laden der gesamten Webseite verlangsamen.
Lösung: Halten Sie die Limits für Dateigrößen ein und liefern Sie die Anzeigen als "lazy load" aus. Das bedeutet, dass der Inhalt der Website vor der Anzeige geladen wird. 

2.  Content hat Vorfahrt

Spätestens mit der Nutzung von Adblockern sprechen sich User deutlich gegen aufgezwungene Werbung aus. Trotzdem finden sich immer noch erstaunlich viele Beispiele für Anzeigen, die Content verdecken.  
Lösung: Statt die Browsing-Session des Nutzers zu unterbrechen, sollten Anzeigen in relevantem Kontext platziert werden und durch einfallsreiche Umsetzung das Interesse des Nutzers wecken. Durch Cursor-Interaktion können dann in Rich-Media-Anzeigen weitere Informationen in Microsites oder auf der im neuen Tab geöffneten Website präsentiert werden. 

3.  Bewegtbild für Engagement

Bewegtbild ist besonders aufmerksamkeitsstark, darf gleichzeitig den Nutzer aber nicht nerven. Besonders störend sind automatische Fullscreen-Videos, vor allem, wenn sie sich nicht überspringen lassen.
Lösung: Videos sollten in Werbemittel eingebettet werden, ohne den Seiteninhalt zu verdecken. Click-to-Play ist hilfreich zur Messung von Interaktion und Engagement, Autoplay hingegen sollte immer ohne Ton und maximal 30 Sekunden abgespielt werden.
Auch Animationen sollten höchstens 20 Sekunden andauern, um den Nutzer beim Lesen nicht zu irritieren. Sie können stattdessen mit Hilfe von Sticky-Technologie beim Entlang-Scrollen der Seite verlängert werden.




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