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Das "größte Update aller Zeiten" 15.11.2017, 10:04 Uhr

Mozilla bringt Firefox Quantum mit doppeltem Tempo

Doppeltes Tempo bei bis zu 30 Prozent weniger Speicherbedarf gegenüber Chrome: Mozillas Firefox ist jetzt in der neuen Version 57.0 mit dem Beinamen Quantum erschienen. Die Versprechen sind hoch.
(Quelle: Mozilla )
Es sei das "größte Update aller Zeiten": Die neue Version 57.0 von Mozillas Firefox stellt einen Meilenstein für den Open-Source-Browser dar. Denn mit dem Release führen die Entwickler nun erste Bestandteile der neuen Servo-Engine ein, die für eine bessere Performance bei gleichzeitig niedrigerem Speicherverbrauch sorgen soll.
Neue Optik: Firefox Quantum kommt mit einer überarbeiteten Nutzeroberfläche.
(Quelle: Mozilla)
Konkret verspricht Mozilla doppeltes Tempo (im Vergleich zu Vorjahresversionen) bei bis zu 30 Prozent weniger Speicherbedarf gegenüber Konkurrent Chrome. Hierzu bezieht die neue Browser-Engine im Gegensatz zur
Gecko-Engine jetzt auch alle CPU-Kerne sowie die GPU mit ein. Außerdem nutzt Mozilla für seine Technologie die performante Programmiersprache Rust. Die Entwicklung der neuen Web-Engine fand unter dem Projektnamen Quantum statt, woraus sich nun auch der neue Beinamen von Firefox herleitet.
Aber nicht nur unter der Haube hat sich einiges getan, auch die Bedienoberfläche wurde modernisiert und entschlackt. So befinden sich nun im Standard-Layout beispielsweise alle Navigationselemente gesammelt links neben der Adresszeile. Die neue Bibliothek-Schaltfläche rechts oben beherbergt indessen Lesezeichen, die Pocket-Liste, Chronik, Downloads, synchronisierte Tabs, die neue Screenshot-Funktion sowie die meistgenutzten Webseiten. Direkt in der Adresszeile lassen sich nun Lesezeichen anlegen und Webseiten in Pocket speichern. Nutzer, die das alte Firefox-Layout bevorzugen, können den Browser aber auch in den Anpassen-Funktionen nach den eigenen Vorlieben anpassen.
Mozilla hat auch die Neuer-Tab-Seite abermals überarbeitet. Hier präsentiert der Browser nun übersichtlich die meistgenutzten Webseiten, empfohlene Artikel von Pocket sowie einen Überblick zu den zuletzt besuchten Seiten. Wer nicht alle Elemente nutzt, kann diese auch getrennt voneinander deaktivieren.

Alte Add-ons unterstützt Firefox Quantum nicht

Firefox Quantum lässt sich wie seine Vorgänger über Browser-Add-ons an die eigenen Ansprüche anpassen. Allerdings sind nicht mehr alle Erweiterungen mit der neuen Version kompatibel. Explizit werden nun nur noch Add-ons erlaubt, die auf den WebExtensions APIs aufbauen. Durch diesen Schritt verabschiedet sich Mozilla von veralteten Technologien und fördert zugleich die Plattformunabhängigkeit von Browser-Erweiterungen, da die WebExtensions APIs ein Portieren für andere Browser erleichtert.
Die Änderung betrifft auch beliebte Add-ons wie NoScript oder DownThemAll. Nutzer, die auf diese oder andere nicht mehr unterstützte Erweiterungen angewiesen sind, bleibt nichts anderes übrig, als auf ein Update des jeweiligen Add-ons zu warten oder auf die ESR-Version von Firefox umzusteigen.




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