Programmatic Advertising 17.03.2020, 11:02 Uhr

Madvertise Media will Ad-Tech-Plattform ausbauen

Der Mobile-Vermarkter Madvertise Media plant, die eigene Supply-Side-Plattform, um eine Demand-Side-Plattform zu ergänzen. Das Unternehmen will zudem die Self-Service-Funktionalitäten stärken.
(Quelle: Madvertise Media )
Bei Googles und Facebooks Werbeplattformen können Kunden selbst Kampagnen einbuchen und aussteuern. Dieser Self-Service-Aspekt ist ein Grund, warum das Werbegeschäft der beiden Firmen so erfolgreich ist. Der Mobile-Vermarkter Madvertise Media hat nun angekündigt, die Self-Service-Komponente seines Ad-Tech-Angebots ebenfalls auszubauen.
"Blue Stack" heißt die digitale Werbetechnologie von Madvertise Media. Der Vermarkter ist auf Branding-Lösungen für mobile Geräte spezialisiert. Werbungtreibende erreichen dem Unternehmen zufolge im Madvertise-Werbe-Netzwerk rund 25 Millionen Unique User monatlich.
Publisher können mit der Adserving-Lösung Werbeflächen in mobilen Apps und auf Webseiten verkaufen. Die digitalen Werbeflächen können entweder direkt oder programmatisch gehandelt werden. In der Ad-Tech-Lösung ist eine Supply-Side-Plattform (SSP) integriert.
Blue Stack ermöglicht den programmatischen Verkauf von digitalen Werbeflächen über In-App Header Bidding. Dabei konkurrieren direkt gebuchte Platzierungen mit der programmatischen Nachfrage. Laut Angaben von Madvertise führt das zu höheren Erträgen und überdurchschnittlichen Füllraten von 80 Prozent und mehr.

GPS-Daten monetarisieren

Blue Stack ist dem Unternehmen zufolge die erste SSP, die Publishern die direkte Verwertung von Geodaten aus ihren Apps ermöglicht und die gleichzeitig datenschutzkonform ist. Publisher können sich eine zusätzliche Erlösmöglichkeit erschließen, wenn sie die GPS-Daten ihrer Nutzer verkaufen, so Madvertise Media. Mittels einer separaten SDK-Schnittstelle (Software Development Kit) können App-Publisher entscheiden, "ob sie die verfügbaren und vom Nutzer aktiv für Marketingzwecke freigegebenen Daten monetarisieren möchten", erklärt Madvertise Media.
Perspektivisch soll Blue Stack um die Funktionen einer Self-Service DSP (Demand-Side-Plattform) erweitert werden: "Wir wollen in den kommenden Monaten das Portfolio der Ad-Serving-Plattform erweitern und perspektivisch Publisher und Advertiser in einer Full-Stack-Plattform miteinander verbinden - mit dem Ziel, dass die Monetarisierung durch den Wegfall der üblicherweise zwischengeschalteten Akteure für Publisher auf breitere Füße gestellt wird", erläutert Francois Roloff, CEO von Madvertise Media.
Langfristig will der Vermarkter Angebote für eine Verzahnung mit anderen Media-Gattungen wie Digital Out-of-Home sowie für das Influencer Marketing in Blue Stack integrieren. Die nächsten Schritte im Ausbau von Blue Stack sind die Integration neuer Datenpartner für geospezifische Informationen und Marktdaten sowie die Ergänzung weiterer Header-Bidding-Layer. Außerdem soll die Echtzeit-Optimierung der Open-Market-Monetarisierung verbessert und weitere Abnehmer für die Monetarisierung von verfügbaren Geodaten angebunden werden.
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