Gaming-Markt 13.08.2012, 14:50 Uhr

Von Wachstum und Umbrüchen

Sowohl der Hightech-Verband Bitkom als auch die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC haben Studien zur Entwicklung des Videogame-Marktes in Deutschland erstellt. Diese zeigen, dass das Internet zum wichtigsten Marktplatz für Gamer wird - und prognostizieren Rekordumsätze bis 2016.
Gaming
Pünktlich zur Gamescom präsentieren wir die aktuellsten Gaming-Trends.
Pünktlich zur Spielemesse Gamescom erreichen uns die aktuellsten Trends der Spiele-Industrie. Und diese, so heißt es im Bitkom-Bericht, steht vor tiefgreifenden Umbrüchen: So würde immer mehr gespielt, allerdings verlagere sich der Handel mehr und mehr ins Internet und den mobilen Bereich. Insgesamt würden in diesem Jahr rund 2,5 Milliarden Euro mit Spiele-Hardware, -Software und -Diensten umgesetzt.
Positive Vorhersagen wagt indes auch die PwC-Studie: Im Jahr 2016, so heißt es dort, werden Spieler hierzulande voraussichtlich rund 2,9 Milliarden Euro für Games ausgeben, was einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 7,7 Prozent entspricht. Die Segmente Online und Mobile Games dürften der Studie zufolge sogar noch deutlich stärker zulegen: In fünf Jahren werden voraussichtlich zehn Millionen Menschen in Deutschland nicht nur online spielen, sondern auch online für die Spiele bezahlen - derzeit sind es etwa halb so viele.
Die Entwicklung des deutschen Gaming-Marktes laut einer aktuellen PwC-Studie.
Der Umsatz, der vor allem aus Abonnements und dem Verkauf virtueller Güter innerhalb der Spielewelten stammt, dürfte sich bis 2016 mehr als verdoppeln und dann knapp 980 Millionen Euro erreichen. Starke Zuwächse prognostiziert die Studie auch für das Segment der Spiele für mobile Endgeräte: Nachdem die Erlöse aus dem Verkauf von „Apps“ zuletzt wegen sinkender Preise deutlich zurückgegangen waren, stabilisiert sich der Markt gerade wieder. Bei leicht zunehmenden Durchschnittserlösen und einer steigenden Zahl zahlungsbereiter Nutzer soll der Gesamtumsatz von 29 Millionen Euro im Jahr 2011 bis auf rund 60 Millionen Euro im Jahr 2016 zulegen. Gleichzeitig wird erwartet, dass der Wettbewerbsdruck wächst: Neben einer spannenden Spielidee und guter technischer Realisierung wird eine professionelle Vermarktung zum entscheidenden Faktor für den Erfolg eines Spiels werden.
Weiter zu: 
  • Umsatz & Nutzung
  • Gesellschaft, Funktionen & Marktplatz
  • Ausgaben, Schwarzmarkt & Trend 



Das könnte Sie auch interessieren