Gruner + Jahr 12.11.2012, 10:35 Uhr

"FTD" setzt auf E-Paper

Knapp zehn Millionen Euro Verlust hat Deutschlands größte Wirtschaftsredaktion dieses Jahr gemacht. Verlagschefin Julia Jäkel will noch vor der Aufsichtsratssitzung am 21. November entscheiden, wie es weitergehen soll.
Julia Jäkel
Gruner + Jahr-Chefin Jäkel stehen schwere Entscheidungen bevor
Nach einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Spiegel" steht die "Financial Times Deutschland" vor einer einschneidenden Zäsur. Demnach soll die FTD vorerst zwar weiterhin erscheinen, allerdings weniger umfangreich als bisher. Außerdem sollen Abonnenten die Zeitung nur noch zweimal wöchentlich als Printausgabe zugestellt bekommen - an den restlichen Tagen erhalten sie stattdessen eine digitale Ausgabe per E-Mail.
Wie es mit den Wirtschaftsmedien des Verlags Gruner + Jahr weitergehen soll, will Verlagschefin Jäkel mit ihren Vorstandskollegen Torsten-Jörn Klein und Achim Twardy noch vor dem 21. November entscheiden. Derzeit sähe es allerdings schlecht aus für die 350 Mitarbeiter der Wirtschaftsredaktion, so Hülsen und Kühn. Diese würden zwar noch auf eine letzte Chance hoffen - "als Bekenntnis zum Qualitätsjournalismus" - Besserung sei aber nicht in Sicht, weitere Sparrunden undenkbar. Betroffen ist neben der Printausgabe der FTD auch das Wirtschaftsmagazin "Capital".



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