07.02.2008, 08:24 Uhr

Xpider fahndet nach Ebay-Steuersündern

Die deutschen Finanzämter setzen bei der Suche nach Steuerhinterziehern bei Ebay und anderen Internet-Seiten auf eine lernfähige Suchmaschine.
Die Suchmaschine Xpider hat ein großes Ziel: Sie will gewerblichen Händlern bei Plattformen wie Ebay auf die Schliche kommen, die ihre Umsätze nicht an das Finanzamt melden. Rund 100.000 Seiten täglich durchforsten die deutschen Finanzämter mit Xpider, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Dabei kann das Programm automatisch Internetseiten identifizieren, die auf "unternehmerische Tätigkeit" schließen lassen und kann außerdem Angebote und Verkäufe aus Online-Verkaufs- und Versteigerungsplattformen "anbieterbezogen aggregieren". Ist ein potenzieller Händler ins Visier von Xpider geraten, recherchieren die Finanzbeamten weiter. Von Ebay und Co. können sie Einzel- und Sammelauskünfte sowie die Vorlage von Büchern, Aufzeichnungen, Geschäftspapieren und Urkunden verlangen. "Diese Auskunftsersuche sind durch die Abgabeordnung gedeckt", so die "FAZ". Zahlen darüber, wie viele gewerbliche Händler durch Xpider aufgedeckt werden, liegen nicht vor.



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