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Systeme für Social-Media-Monitoring 01.07.2011, 10:23 Uhr

Die Tools im Test

Social Media-Monitoring erfüllt viele Aufgaben: Als Vorarbeit für eine Social-Media-Strategie identifiziert es relevante Plattformen, Themen und Beeinflusser. Außerdem kann es fürs Reputationsmanagement und den Dialog mit interessierten Zielgruppen sowie für profunde Analysen einsetzt werden. Welches Tool für welche Anforderungen geeignet ist, haben Dominic Stöcklin und Mike Schwede von Goldbach Interactive untersucht.
Systeme für Social-Media-Monitoring (Foto: istock/hohojirozame)

Sysomos Heartbeat: unschlagbare Usability

Dieses Tool war schon im vergangenen Jahr unter unseren Favoriten – vor allem wegen des tollen, selbsterklärenden Interfaces. Schön: Das Tool erstellt automatisch Social Profiles, die manuell erweiterbar sind und als Grundlage für Filtermöglichkeiten dienen. Die Quellenabdeckung ist zwar nicht perfekt, aber in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Osteuropa führend. Vor allem bei Blogs, Foren und traditionellen Newsportalen hat Sysomos die Nase vorn. Dazu trägt auch die erstklassige Länder- und Spracheingrenzung bei. Noch fehlt die Erkennung des Sentiments in den wichtigsten europäischen Sprachen (bisher nur für Englisch).
Sysomos hat sich funktional im vergangenen Jahr stark entwickelt. E-Mail-Reports, Alert-Mails und Workflow-Funktionalitäten sind besser und weitere Optimierungen geplant. Man kann direkt aus dem Tool twittern und die eigene Facebook-Pinnwand moderieren. Neuerdings ist auch die Analyse der Facebook-Seiten der Konkurrenz möglich.
Ein Minuspunkt ist der begrenzte Zugang zu Daten auf Facebook und Twitter. Gerade bei datenintensiven Suchen für globale Marken reicht der übliche API-Access nicht aus. Hier wäre ein Firehose-Access nötig, der Zugriff auf alle Daten erlaubt. Ausserdem fehlt uns eine Wildcard-Suche, die auch Suchbegriffe in zusammengesetzten Wörtern wie "iPhone3GS" oder "iPhone4" findet.

Radian6: praktische Engagement-Konsole

Auch die Nummer zwei hat ihre hervorragenden Leistungen vom letzten Jahr nochmals verbessert. Gefallen hat uns die Flexibilität: Man kann mehrere Dashboards mittels Widgets frei konfigurieren. Das Tool ist schnell aufgesetzt und ermöglicht exploratives Arbeiten. Die Workflow-Möglichkeiten sind ausgereift. So lassen sich Beiträge wie Tweets oder Blog-Kommentare direkt aus Radian6 heraus bearbeiten. Radian6 bietet die umfassendste Funktionspalette überhaupt - zum Beispiel steht Community-Managern zusätzlich zum üblichen Radian6-Dashboard eine überaus praktische Engagement-Konsole zur Verfügung. Hier kann man einzelne Beiträge sofort kategorisieren und beantworten. Das Tool erreicht eine hohe Performance bei guter Quellenabdeckung. Die Stärken von Radian6 liegen besonders bei Twitter und Facebook - dank Firehose-Access, den unseres Wissens kein anderer Hersteller anbietet.
Großer Schwachpunkt von Radian6 ist der aufgrund der vielen Widgets und des flashbasierten Interfaces unübersichtliche Bildschirm. Leider muss man in jedem Widget die Eingrenzung und die Keywords neu eingegeben. Der manuelle Aufwand ist hoch und ohne intensive Schulung der Nutzer nicht zu bewältigen. Ein Manko in der Länder- und Spracheingrenzung ist, dass das Tool nicht mit Social Profiles arbeitet. Für globale Brands, die lokal agieren wollen, empfiehlt sich Radian6 daher nicht. Hingegen wurde die Flash-Problematik erkannt - ein HTML-Dashboard ist in Arbeit.



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