26.03.2009, 12:04 Uhr

"Targeting ist nicht immer die Lösung"

Markus Frank, Director Sales & Trade Marketing bei Microsoft Advertising, sprach mit internetworld.de über die Tücken des Targetings, Werbung auf Facebook und die Gründe, warum Microsoft beim Suchmaschinenmarketing noch immer auf Yahoo setzt.
"Targeting ist nicht immer die Lösung"
Markus Frank leitet Sales und Marketing bei Microsoft Advertising
Große Portale wie MSN und Yahoo bieten nicht nur Werbung auf ihren eigenen Seiten an, sondern vermarkten als Netzwerke auch fremde Seiten. Reichen die eigenen Seiten nicht mehr aus?
Markus Frank: Die Agenturen wünschen sich mehr Reichweite, deshalb versuchen wir, über unser Netzwerk noch mehr User zu erreichen. Dadurch nimmt natürlich die Konzentration unter den Vermarktern zu.
Wieviele Anbieter verträgt der Markt?
Frank: Ich schätze, bis Ende des Jahres werden zwanzig große Vermarkter übrig bleiben, die als bevorzugte Partner der Agenturen den Großteil der Bannerwerbung ausliefern - plus die kleinen Vermarkter von Spezialseiten. Grundsätzlich sehen wir im Display-Advertising zwei Möglichkeiten, die User gezielt zu erreichen: über spezielle Umfelder, wie zum Beispiel Golfseiten, oder über Targeting.
Worauf müssen Werbetreibende beim Einsatz von Targeting achten?
Frank: Wir bieten unseren Kunden soziodemografisches Targeting an, Behavioural Targeting entsprechend dem Surfverhalten des Users sowie Retargeting, mit dem man Warenkorbabbrecher, also Menschen, die einen Onlineshop kurz vor dem Kauf verlassen haben, gezielt ansprechen kann. Targeting ist jedoch nicht in jedem Fall die Lösung: Wenn ich meine Nutzergruppe zu sehr eingrenze, erreiche ich nur noch diejenigen, die ohnehin schon Kunden sind - und keine neuen User.
Microsoft Advertising vermarktet auch Facebook.
Frank: Facebook vermarkten wir exklusiv, was die Standardformate abgeht, Sonderwerbeformen, Integrationen und Sponsorships sind davon ausgenommen.



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