Professionelle Abwehr 07.11.2016, 15:05 Uhr

Deutsche Telekom will Drohnen jagen

Drohnen werden immer zahlreicher, aber auch die Vorfälle mit ihnen häufen sich. Deshalb verkauft die Deutsche Telekom ab diesem Jahr ein Drohnen-Abwehrsystem an interessierte Behörden und Unternehmen.
(Quelle: Shutterstock.com/10 Jag_cz)
Fliegende Drohnen werden im Alltagsbild immer selbstverständlicher. Allerdings sorgen die kleinen Fluggeräte auch zunehmend für Ärger. Nun will die Deutsche Telekom für Behörden und Unternehmen ein Drohnen-Abwehrsystem zu Verfügung stellen, wie die "Welt am Sonntag" berichtet.
Dabei setzt der Bonner Konzern auf Technologiepartner. Um den Richtigen zu finden, hat der Konzern Ende Juli auf einem Flugplatz einen Testlauf durchgeführt, bei dem mehrere Hersteller eingeladen waren, um ihre Lösungen zu präsentieren. Dabei mussten die Lösungen auf verschiedene Situationen reagieren und diese vereiteln, darunter das Ausspähen von Personen und das Abwerfen von Gegenständen. Restlos überzeugt hat keiner der Anbieter, alle hätten laut der Telekom noch "Hausaufgaben zu machen".

Interesse an Drohnen-Abwehrsystemen

Interesse am Abwehrsystem sei aber vorhanden. So hätten unter anderem Autohersteller nach dem System gefragt, um Teststrecken zu schützen, auf denen sie neue Fahrzeugmodelle testen. Auch der FC Bayern München suche nach einer Möglichkeit, sein Stadion zu schützen.
Als warnendes Beispiel gilt dem Fußballverein wohl das Spiel zwischen Serbien und Albanien im Jahr 2014, als ein Quadrocopter mit einer albanische Flagge ins Stadion schwebte, was zu Tumulten und einem Spielabbruch führte. Experten befürchten zudem, dass immer häufiger Terroranschläge mit Drohnen verübt werden könnten. Der sogenannte Islamischer Staat (IS) setzt die Technologie bereits im Irak ein.



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