Vereins-Initiative 25.02.2019, 14:17 Uhr

So soll München digitaler werden

Der gemeinnützige Verein Digitale Stadt München hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bayerische Landeshauptstadt bei der Digitalisierung zu unterstützen. Zu den Mitgliedern zählen Firmen wie Google, Bosch und Cisco.
(Quelle: shutterstock.com/gary718)
Die Digitalisierung ist allgegenwärtig. Nicht nur in Unternehmen, sondern auch ganze Städte werden zunehmend computergesteuert. "Smart City" ist hierbei das Stichwort. Smart City-Anwendungen bergen zwar ein großes Potenzial, nicht immer sind jedoch Digitalisierungs-Initiativen von Städten und Kommunen auch sinnvoll, weiß Philipp Khan, IT-Berater bei One Business & Technology und aktives Mitglied bei der Vereinigung "Digitale Stadt München".
"Beim Thema Smart City herrscht eine unterschiedliche Auffassung, welche Anwendungsfelder sinnvoll sind und wie die Umsetzung aussehen soll." Um zuallererst einen Status quo zu definieren, gründete der Digitales Stadt München e. V. eine Arbeitsgruppe zu dem Thema. Als Vorbild stehe für das Projekt der bundesweit agierende Digitalverband Bitkom Model, so Khan weiter.
Philipp Khan, IT-Berater bei One Business & Technology sowie aktives Mitglied bei Digitale Stadt München
Quelle: Philipp Khan
"Smart City stößt nicht ausschließlich auf Begeisterung. Es ist auch viel Skepsis dabei." Einen Grund dafür sieht er vor allem darin, dass es schlicht viele überbewertete oder sogar nutzlose Smart City-Anwendungen gebe. "Zu Beginn musste die Arbeitsgruppe also erst einmal festlegen, was der gemeinsame Konsens des Themas ist und was Smart City für München überhaupt bedeutet. Was würde München denn 'smart' machen?"

Digitalisierung der Bürgerämter

Schnell habe sich dabei die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, also von Bürgerämtern und dergleichen, als zentraler Punkt herauskristallisiert. "Hier kann man mit vergleichsweise wenig Aufwand schon sehr viel erreichen. Etwa, in dem man den Bürgern digitale Services über eine Onlineplattform zur Verfügung stellt."
Hier ist der Verein allerdings nicht alleiniger Innovationstreiber. Auf die Idee, die Verwaltung zu digitalisieren, sind schon andere gekommen. Zu den Hauptproblemen zählen der Datenschutz sowie die relativ komplizierte Gesetzeslage in Deutschland. So müssen verschiedene Dokumente etwa mit einer realen, handschriftlichen Unterschrift versehen werden. Eine digitale Unterzeichnung, oder auch die digitale Übermittlung des Autogramms ist nicht immer gesetzeskonform. Ähnlich steht es mit der Beantragung verschiedener Dokumente. Wird etwa ein Ausweis benötigt, muss der Bürger teilweise lange Wartezeiten auf dem Amt in Kauf nehmen. Ein persönliches Erscheinen ist unerlässlich.



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