18.11.2008, 09:45 Uhr

Sofortüberweisung.de kämpft gegen Giropay

Nach dem Trouble mit Ebay zettelt der E-Payment-Spezialist Payment Network jetzt ein zweites juristisches Scharmützel an. Diesmal ist Giropay der Gegner.
Christoph Klein kämpft um den guten Ruf von Sofortüberweisung.de
Nach dem Rauswurf bei Ebay wehrt sich der E-Payment-Spezialist Payment Network jetzt juristisch gegen den Konkurrenten Giropay. Giropay-Chef André Bajorat hat in einem Interview mit Shopanbieter.de sowie in einem Posting von Xing argumentiert, dass sein Bezahlsystem das "einzige von Banken legitimierte Onlineüberweisungssystem für Bezahlen im Internet" sei. Das sieht Payment-Network-Geschäftsführer Christoph Klein, der mit Sofortüberweisung.de eine Konkurrenzlösung anbietet, naturgemäß anders: "Die Angabe 'von Banken legitimiert' ist mehr als irreführend, da die Giropay-Lösung nur einen Bruchteil der Banken integriert hat, die an Sofortüberweisung.de angebunden sind. Die sogenannte Legitimation ist überdies nur bei den an Giropay beteiligten Kreditinstituten (Postbank, VR-Bank und Sparkassen) bekannt. Da nicht beteiligte Banken diese Legitimation nicht kennen, hat diese keine Allgemeingültigkeit und ist somit nicht mit einer generellen Legitimation der Banken gleichzusetzen", so seine Erklärung.
Klein sieht Giropays Hetzkampagne vor allem dem eigenen Erfolg geschuldet: "Sofortüberweisung.de hat mehr als zehn Mal so viele registrierte Onlineshops wie unser Mitbewerber. Im Dezember werden wir mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 50 Millionen Euro unsere Marktführerschaft als Online-Überweisungsdienst in Deutschland deutlich unterstreichen. Sofortüberweisung.de ist inzwischen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten und wird dieses Jahr noch für Onlineshops und Kunden in den Niederlanden verfügbar sein. Im Jahr 2009 wird Sofortüberweisung.de eine Flächendeckung in Europa von 90 Prozent erreichen", sagt er. Bei Giropay selbst äußert man sich nicht zu Kleins Vorwürfen. Eine Klage liege noch nicht vor, meldet der Branchendienst Ibusiness. "Einer möglichen juristischen Auseinandersetzung blicken wir gelassen entgegen und sind davon überzeugt, dass sie lediglich zur Aufklärung und Sensibilisierung der Verbraucher beitragen wird", so Giropay-Sprecher Frank Bethmann gegenüber Ibusiness.



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