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Frau hält Fernbedienung
Sonstiges 20.10.2015
Sonstiges 20.10.2015

E-Commerce und Fernsehen Reiseportale sind Spitzenreiter bei TV-Werbebuchungen

TV-Werbung ist bei E-Commerce-Firmen weiter auf dem Vormarsch

Fotolia.com/pix4U

TV-Werbung ist bei E-Commerce-Firmen weiter auf dem Vormarsch

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In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bewarben 32 Prozent aller TV-Spots ein E-Commerce-Produkt. Besonders aktiv sind hier Reiseportale wie Unister, Trivago und Check24.

E-Commerce-Firmen haben das Fernsehen als effektiven Werbekanal schon länger für sich entdeckt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 bewarben 32 Prozent aller TV-Spots ein E-Commerce-Produkt - und damit jeder dritte Werbespot. Im Vorjahr war es jeder vierte Spot, zeigen die Ergebnisse des Medienanalyse-Unternehmens Xad.

Mit 1,8 Milliarden Euro flossen 21 Prozent des gesamten TV-Werbebudgets im Beobachtungszeitraum in E-Commerce-Produkte. Das Gesamtbrutto-Mediavolumen betrug 8,6 Milliarden Euro.

Reiseportale investieren am meisten

Tv-Werbung

Xad

Am meisten Geld gaben dabei Reiseportale für TV-Werbung aus. Unister investierte für seine Portale ab-in-den-urlaub und Fluege.de 111,2 Millionen Euro, gefolgt von Trivago mit 70,5 Millionen Euro und Check24 mit 61,4 Millionen Euro. Unister löste damit Amazon als größten TV-Werber ab. 

Auch interessant: Wie die Auswertung zeigt, sind unter dem Top 15 E-Commerce-Unternehmen, die mit TV-Spots werben, sechs Tochterunternehmen von ProsiebenSat.1 zu finden. Sie werben naturgemäß auf Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe.

Werben auf günstigen Spartensendern

Grundsätzlich setzen E-Commerce-Unternehmen hauptsächlich auf kostengünstigere Spartensender wie Sixx, ProSiebenMaxx und DMX. In Relation zu dem auf dem Sender insgesamt geschalteten Bruttomediavolumen von 78,8 Millionen Euro wurden auf Sixx in 50 Prozent aller Werbespots E-Commerce-Produkte beworben. Am wenigsten laufen  E-Commerce-Spots bei den klassischen Vollprogrammsendern RTL (12 Prozent), ARD (vier Prozent) und ZDF (ein Prozent).

Der Anteil an den Brutto-Media Ausgaben stieg von 18 Prozent im März bis auf 24 Prozent im Juli (Spitzenmonat) kontinuierlich an, ehe er sich mit Blick auf die werbestarke Vorweihnachtszeit wieder verringerte (20 Prozent in September).

Zur Methodik:
Unter E-Commerce versteht Xad jede Art von geschäftlicher Transaktionen im Sinne einer Leistungsanbahnung und -abwicklung im Zuge des (Ver-)Kaufs von Waren und (Dienst-) Leistungen unter Einsatz des Internets.
 
Die Auswertung umfasst 19 Free-TV Sender, Pay TV Sender werden in dieser Auswertung nicht beachtet ebenso wenig wie sendereigene TV-Werbekampagnen.
 
Mithilfe einer bild- und audiobasierten Videoerkennungstechnologie trackt Xad dabei jeden TV Werbespot und hinterlegt ihn mit redaktionellen Informationen. Die Brutto-Media Ausgaben werden auf Grundlage des Codierungsverfahrens der GfK, der Preisindizes der einzelnen Sender und der Länge der Spots berechnet. Alle Angaben verstehen sich ohne Gewähr.

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