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"Wir profitieren von der Krise"
Sonstiges 16.11.2009
Sonstiges 16.11.2009

"Wir profitieren von der Krise"

Heute geht eCareer offiziell an den Start: Das Karriereportal bietet fast 20.000 Stellenangebote mit einem Jahresgehalt von mehr als 50.000 Euro, zu seinen Investoren zählen Alexander, Marc und Oliver Samwer. internetworld.de sprach mit Gründer und Geschäftsführer Pierluigi Ferrari.

Derzeit verlieren viele Menschen ihren Job. Ist das der richtige Moment, um ein Karriereportal für Gutverdiener zu starten?

Pierluigi Ferrari: Ja, denn wir stellen fest, dass gerade derzeit das Angebot an Arbeits­suchenden sehr groß ist. Gleichzeitig sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Im Gegensatz zum Anzeigengeschäft profitieren wir von der Krise.

eCareer finanziert sich ausschließlich über die Mitgliedschaftsgebühr der Jobsuchenden?

Ferrari: Das stimmt, wir bieten jedoch auch eine kostenlose Basisversion für alle Nutzer an, die uns erst einmal testen möchten.

Was unterscheidet die Basis- und Premiumversion?

Ferrari: User der Basisversion können Stellenanzeigen suchen und sich darauf bewerben, Angebote von Headhuntern werden jedoch nur für Premiummitglieder zugänglich sein. Zudem sehen unsere zahlenden Kunden alle Anzeigen sofort, die Nutzer der Gratisversion erst nach 14 Tagen.

Innerhalb von 14 Tagen sind gute Jobs oft schon vergeben.

Ferrari: Nicht unbedingt. Ein Großteil unserer Stellen bleiben länger als zwei Wochen aktuell.

Der Stellenanzeigenmarkt ist hart umkämpft. Wie grenzen Sie sich von Konkurrenten wie experteer ab?

Ferrari: Von anderen Jobportalen grenzen wir uns durch unsere effiziente Suche und das semantische Matching ab, das auf Basis der eingegebenen Karriereziele Stellen empfiehlt. Die Technik haben wir selbst entwickelt. Zudem haben wir bereits jetzt zum Start fast 20.000 Angebote in Deutschland mit einem Jahresgehalt ab 50.000 Euro online - damit sind wir führend.

Diese Zahl konnten Sie erreichen, weil das Einstellen der Anzeigen für Personalagenturen und Unternehmen kostenlos ist?

Ferrari: Genau. Und wir wollen weiter wachsen. Derzeit arbeiten wir daran, die Daten der Jobsuchenden zu anonymisieren, damit wir auch Personalern in Unternehmen Zugriff auf die Datenbank geben können, ohne dass Mitarbeiter fürchten müssen, von ihrem aktuellen Arbeitgeber gefunden zu werden.

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