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Eye-Tracking Studie der Missouri University
Sonstiges 22.03.2012
Sonstiges 22.03.2012

Eye-Tracking Studie der Missouri University Der erste Augenblick entscheidet

Besucher einer Webseite bilden sich ihren ersten Eindruck innerhalb von Sekundenbruchteilen - zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie. In der Eye-Tracking Studie wurden 25 Webseiten untersucht. Analysiert wurde auch, welche Bereiche einer Seite die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. 

Nutzer bilden sich ihren ersten Eindruck von einer Webseite innerhalb von zwei Zehntelsekunden: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Missouri University of Science and Technology. Etwas länger, etwa 2,6 Sekunden, brauche das Auge der Seitenbesucher dagegen, um sich auf den Bereich der Seite zu konzentrieren, der ihren ersten Eindruck am stärksten beeinflusst.

Mithilfe einer Eye-Tracking-Software und einer Infrarotkamera fanden die Forscher heraus, welche Bereiche einer Webseite die größte Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen: Am längsten konzentrierten sich die Besucher demnach auf das Firmenlogo - etwa 6,48 Sekunden, gefolgt vom Hauptnavigationsmenü (durchschnittlich 6,44 Sekunden). Auf das Suchfeld konzentrierten sich die Probanden rund 6 Sekunden, zu den weiteren wichtigen Bereichen zählen: Links zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter (etwa 5,95 Sekunden), das Hauptbild der Seite (5,94 Sekunden), der geschriebene Content (5,59 Sekunden) und der Seitenboden (5,25 Sekunden).

Da die Probanden der Studie Studenten waren, könnte die Aufmerksamkeit gegenüber sozialen Netzwerken größer gewesen sein als in der Allgemeinbevölkerung, wie die Forscher einräumen. "Wir wissen, dass der erste Eindruck sehr wichtig ist", erklärt Dr. Hong Sheng, Dozentin an der Missouri University, "da immer mehr Menschen das Internet zur Suche nach Informationen nutzen, kann der erste Eindruck, den ein Nutzer von einer Webseite hat, entscheiden ob er einen positiven oder negativen Eindruck von dem Unternehmen dahinter hat." Je länger die Teilnehmer auf einer Seite blieben, umso positiver sei ihr Eindruck gewesen. Die Studie könnte Designern dabei helfen zu verstehen, welche Komponenten des Webdesigns am wichtigsten für die Nutzer sind.

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