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ProSiebenSat.1
Sonstiges 03.11.2016
Sonstiges 03.11.2016

3. Quartal Starkes Digitalgeschäft treibt ProSiebenSat.1

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Wachstumstreiber Digitalgeschäft: Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 verzeichnet dank des starken Digitalgeschäfts einen Umsatzanstieg um 15 Prozent auf 857 Millionen Euro.

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1  wächst immer mehr mit Online-Vergleichsportalen und Internetshops. Fernsehwerbung ist zwar immer noch das Kerngeschäft, aber der Umsatz damit legte im abgelaufenen Quartal nur leicht zu, während die anderen Geschäftsfelder zweistellig wuchsen. Auch im Gesamtjahr dürfte ProSiebenSat.1 bei der TV-Werbung langsamer wachsen als die Konkurrenz, sagte Vorstandschef Thomas Ebeling am Donnerstag in Unterföhring bei München und bestätigte Aussagen von Mitte Oktober. Er bekräftigte zudem die damals erhöhte Prognose für 2016 sowie die angehobenen Mittelfristziele.

Der Umsatz im Fernsehgeschäft legte im dritten Quartal um zwei Prozent auf 472 Millionen Euro zu, der Konzernumsatz stieg insgesamt dank des starken Digitalgeschäfts um 15 Prozent auf 857 Millionen Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebidta) stieg um 13 Prozent auf 202 Millionen Euro.

ProSiebenSat.1 betreibt Internetfirmen wie das Reisebüro Etraveli oder das Vergleichsportal Verivox und hat soeben die Mehrheit an den Partnervermittlungen Parship und Elite-Partner gekauft. Dieses Segment trägt insgesamt ein Fünftel zum Umsatz bei.

Anteilseigner sind verunsichert

An der Börse sorgten die vorsichtigen Aussagen zum TV-Markt wie schon nach der Investorenveranstaltung Mitte Oktober für Verunsicherung. Die Aktie fiel um bis zu vier Prozent, konnte sich aber zuletzt wieder etwas erholen. Die über Jahre vom Erfolg verwöhnten Aktionäre, die sich seit dem Tiefpunkt mit 88 Cent Anfang 2009 über deutliche Wertsteigerungen freuen konnten, haben ohnehin schwache Monate hinter sich. Seit dem Mehrjahreshoch von 50,95 Euro im November sank der Börsenwert des Unternehmens, das seit dem Frühjahr im Leitindex Dax notiert ist, um rund ein Viertel auf rund 8,4 Milliarden Euro.

Verlust von Zuschaueranteilen

Die Sendergruppe verlor im dritten Quartal Zuschaueranteile. Der Marktanteil in Deutschland sank von 30,1 vor einem Jahr auf 27,5 Prozent, während die RTL-Gruppe leicht zulegte und damit den Abstand auf den Marktführer verkürzte. Die Erlöse im Fernsehgeschäft seien auch im Oktober etwas schwach gelaufen, der November liege mit den Buchungen im Plan, sagte Ebeling. Er rechnet für das Gesamtjahr bei ProSiebenSat.1 mit höchstens zwei Prozent Zuwachs in dieser Sparte. Branchenexperten erwarten für den Gesamtmarkt zwischen 3 und 4,6 Prozent Wachstum.

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