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Wachstum
Sonstiges 13.08.2018
Sonstiges 13.08.2018

Zweites Quartal 2018 Portalbetreiber Scout24 wird profitabler

Fotolia.com/N-Media-Images
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Scout24 legt gute Zahlen für das zweite Quartal 2018 vor. Der Online-Marktplatzbetreiber konnte Umsatz und Ergebnisse steigern - Treiber ist nach wie vor Immobilienscout24.de. Die Hoffnungen liegen aber auch auf dem jüngsten Zukauf Finanzcheck.de.

Wohnungs- und Autosuchende haben dem Marktplatzbetreiber Scout24 im zweiten Quartal Auftrieb gegeben. Umsatz und Ergebnisse legten im Jahresvergleich deutlich zu. "Alle drei Geschäftsbereiche haben im ersten Halbjahr 2018 eine anhaltende Dynamik gezeigt und damit eine gute Grundlage für weiteres Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2018 geschaffen", sagte Unternehmenschef Greg Ellis bei Vorlage der Quartalsbilanz am Montag in München. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.

Zwischen April und Ende Juni kletterten die Erlöse im Vorjahresvergleich um 9,2 Prozent auf 127,8 Millionen Euro, wie der MDax-Neuling mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um gut 13 Prozent auf 75,1 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 36,3 Millionen Euro an Gewinn hängen - rund ein Fünftel mehr als noch ein Jahr zuvor.

Am Aktienmarkt kam die Quartalsbilanz gut an. Die Aktie legte im frühen Handel um 0,64 Prozent zu. Der Betreiber von Online-Portalen sei auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen, schrieb Analystin Sherri Malek vom Analysehaus RBC. Der Umsatz sei zwar leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben, beim operativen Ergebnis (Ebitda) habe das Unternehmen sie aber übertroffen. Mit fast 29 Prozent Plus zählen die Papiere zu den MDax-Favoriten des laufenden Jahres. Der Index mittelgroßer Unternehmen selbst trat dagegen auf der Stelle.

Einstieg in den Vergleich von Verbraucherkrediten

Scout24 ist vor allem für seine Online-Portale Immobilienscout24 und Autoscout24 bekannt. Mit Ersterem nimmt das Unternehmen noch immer den Großteil des Geldes ein. Allerdings ist das Wachstum hier mit gut 4 Prozent nicht ganz so hoch ausgefallen wie bei Autscout24. Dort legten die Umsätze um 15 Prozent zu. Im neu geschaffenen Segment "Consumer Service", das alle restlichen Dienstleistungen im Immobilien- und Autobereich sowie sonstige Werbeaktivitäten umfasst, ging es mit den Umsätzen um 11 Prozent nach oben.

Erst jüngst ist Scout24 in den Vergleich von Verbraucherkrediten eingestiegen. Für 285 Millionen Euro in bar kaufte der Betreiber von ImmobilienScout24 und AutoScout24 das Portal Finanzcheck.de. Scout24-Chef Gregory Ellis verspricht sich von dem Zukauf vor allem Synergien für sein Auto- und Immobiliengeschäft.

Für das Gesamtjahr bestätigte Scout24 die aufgrund des jüngsten Zukaufs im Juli angepassten Ziele. Das Unternehmen rechnet demnach für 2018 mit einer operativen Marge (Ebitda) von 54,5 bis 56 Prozent. Der Umsatz soll in diesem Jahr um zehn bis 12 Prozent zulegen.

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