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Google bastelt an Maps-App
Sonstiges 16.11.2012
Sonstiges 16.11.2012

Google bastelt an Maps-App Kartenkrieg fürs iPhone

Rüstet Google zur Schlacht mit Apple? Der Internetkonzern schraubt an einer neuen Maps-App für das iPhone. Damit könnte das Unternehmen die Eigenentwicklung von Apple eventuell vom Thron stoßen.

Das könnte bald in eine nächste Runde im Maps-Krieg zwischen Apple und Google führen: Google arbeitet fieberhaft an einer neuen Version von Google Maps. Das Unternehmen soll bereits eine iOS-Testversion ausgegeben haben, um letzte Fehler zu finden und zu beheben, bevor die App erneut für den iTunes App Store angemeldet werden soll. Brancheninsider erwarten für die Maps-Neuversion unter anderem Navigations-freundliche Funktionalitäten.

"Wir glauben, dass Google Maps die umfangreichsten, genauesten und nutzerfreundlichsten Karten der Welt sind", so ein Google-Sprecher zum Wall Street Journal. "Unser Ziel ist, Google Maps jedem zur Verfügung zu stellen, der sie nutzen will, egal auf welchen Gerät, Browser oder Betriebssystem."

Ist das eine Kampfansage an Apple? Das Verschwinden der Google-Karten, die seit dem Start der ersten iPhone-Generation 2007 fest zum App-Inventar gehörten, war ein Zeichen der wachsenden Rivalität zwischen den einstigen Partnern. Der Internetkonzern zählt als treibende Kraft hinter dem Betriebssystem Android zu Apples schärfsten Rivalen im mobilen Geschäft. Die von Apple entwickelte Karten-App strotzte allerdings vor Fehlern. Sie kannte zahlreiche Orte nicht, setzte Ortsmarken falsch oder stellte Bilder verzerrt dar. Das Unternehmen fühlte sich zuletzt sogar zu einer offiziellen Entschuldigung bemüßigt.

Damit Google Maps als App wieder im Apple-Store verfügbar ist, muss Google das Programm allerdings zunächst bei Apple einreichen. Sollte das Programm genehmigt werden, würde der Dienst in direkte Konkurrenz zu Apples Kartendienst treten. Bei Google ist man wenig zuversichtlich, dass Apple den Weg frei macht für die neue Anwendung. Die Entschuldigung von Cook lässt Apple in diesem Fall andererseits wenig Spielraum, die Maps-App abzulehnen. 

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