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Die Antivirenspezialisten von G Data haben erstmals ein Android-Smartphone entdeckt, das bereits ab Werk mit Schadsoftware infiziert ist. Ein Spionage-Tool tarnt sich als Google Play Store.
Sonstiges 16.06.2014
Sonstiges 16.06.2014

Android Smartphone mit vorinstallierter Schadsoftware

Shutterstock - Julien Tromeur
Shutterstock - Julien Tromeur

Die Antivirenspezialisten von G Data haben erstmals ein Android-Smartphone entdeckt, das bereits ab Werk mit Schadsoftware infiziert ist. Ein Spionage-Tool tarnt sich als Google Play Store.

Man kauft sich ein neues Smartphone - und vor dem ersten Einschalten ist darauf bereits Schadsoftware installiert. Ein solches Gerät haben die Antivirenspezialisten von G Data entdeckt: Auf einem neuen Android-Gerät war eine als Google Play Store getarnte Malware vorinstalliert. So bezeichnet man Schadprogramme wie Viren und Trojaner. Ein Testkauf nach dem Hinweis von Kunden brachte G Data auf die Spur des Spionage-Smartphones.

Dabei handelt es sich um das vom chinesischen Hersteller Star gefertigte Smartphone-Modell N9500. Darauf befindet sich bereits ab Werk der Android-Trojaner "Android.Trojan.Uupay.D". Ein Trojaner oder trojanisches Pferd tarnt sich als nützliche Anwendung oder Datei, in diesem Fall den Google Play Store. In Wirklichkeit handelt es sich aber um Schadsoftware, die den Anwender ausspioniert. Das Smartphone sendet unbemerkt persönliche Daten an einen Internetserver in China. Zudem kann der Schädling heimlich weitere Anwendungen installieren. Die Kriminellen haben vollen Zugriff auf das Gerät und auf alle darauf abgelegten Daten. Da die Schadsoftware direkt in die Firmware des Geräts integriert ist, lässt sie sich nicht entfernen.

Das Smartphone N9500 von Star ist auch in Deutschland bei vielen Online-Shops verfügbar. Das Quad-Core-Gerät gibt es recht preiswert für rund 130 bis 165 Euro. Es kommt mit einer umfangreichen Ausstattung, etwa einem Zweit-Akku und einem Kfz-Ladeadapter. Laut G Data ist davon auszugehen, dass Käufer vor allem durch den günstigen Preis gelockt werden sollen. Den großen Gewinn macht der Hersteller später durch den Verkauf der gestohlenen Daten der Nutzer.

Laut Google soll es in Zukunft möglich sein, das Betriebssystem Android kontinuierlich nach Apps von Drittanbietern zu scannen - so soll das Schmuggeln von Schadware auf das Endgerät unterbunden werden.

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