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Sonstiges 31.01.2013
Sonstiges 31.01.2013

Letzte Chance für RIM Das Blackberry 10 soll die Wende bringen

Mit einem neuen Chef, einem neuen Namen und dem Blackberry 10 will der kanadische Smartphone-Hersteller RIM an alte Glanzzeiten anknüpfen. Es ist vermutlich die letzte Chance, sich gegen die Android- und iOS-Konkurrenz zu behaupten.

Lange Zeit war das Blackberry ein Statussymbol, waren Smartphones Bankern und Managern vorbehalten. Dann kam das iPhone, und inzwischen ist das Blackberry nicht mehr als ein Relikt aus längst vergessenen Tagen. 2012 lag der weltweite Marktanteil bei gerade mal 4,6 Prozent - und das auch nur dank Billigangeboten in Schwellenländern. Nun will der kanadische Smartphone-Hersteller Research In Motion den Markt zurückerobern - unter einem neuen Namen und mit einem neuen CEO an der Spitze, Thorsten Heins, 55, ist ehemaliger Siemens-Manager und will RIM neu erfinden. So soll das Unternehmen von nun an Blackberry heißen - doch ein wenig Namenskosmetik reicht nicht, wenn man zurück an die Smartphone-Spitze will.

Das will der Hersteller nun mit dem neuen Blackberry 10 erreichen. Dahinter steckt ein komplett überarbeitetes Betriebssystem, dass nicht nur Privatkunden durch seine intuitive Bedienung und einfaches Multitasking begeistern soll, sondern vor allem auch Unternehmen ansprechen will. So ist es IT-Abteilungen möglich, auf die Blackberrys ihrer Mitarbeiter zuzugreifen, um im Falle einer Kündigung oder Entlassung vertrauliche Firmendaten zu löschen. Die persönlichen Daten des Nutzers sollen dabei unangetastet bleiben - damit sollen die Zeiten vorbei sein, in denen Angestellte ein privates und ein berufliches Handy mit sich herumtragen mussten.

Das Blackberry 10 ist in einer Touchscreen-Variante und in einer "klassischen" Version mit Tastatur erhältlich. Mit dem neuen Betriebssystem hat sich Blackberry für einen riskanten Kurs entschieden. Ob das neue Smartphone überzeugen kann und der ersehnte - und dringend benötigte – Game Changer werden wird, muss sich nun zeigen. 

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