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Olympia 2012
Sonstiges 25.07.2012
Sonstiges 25.07.2012

Olympia als Live-Streaming Deutsche schauen Olympia online

Am Freitag beginnen die  olympischen Sommerspiele 2012. Einer Umfrage von Riverbed zufolge, werden 40 Prozent der Deutschen die Wettkämpfe online ansehen. Das wirft die Frage auf, ob Webseiten dem Ansturm während Olympia gewachsen sind.

Olympia goes Online: Fans der Olympischen Spiele werden ihren Lieblingssportlern in diesem Jahr nicht nur vor dem TV zujubeln. Wie das IT Performance-Unternehmen Riverbed Technology herausgefunden hat, planen 40 Prozent der Deutschen, das Sportspektakel im Internet anzuschauen.

Die gefragteste Disziplin beim Live-Streaming von Olympia wird dabei wohl das 100-Meter-Finale der Männer sein: 60 Prozent der Befragten wollen das Sprint-Finale ansehen. Gleich darauf folgt das Fußballfinale der Männer, bei dem 56 Prozent online mitfiebern möchten. Die Bronze-Medaille geht an das Finale der Männer im 100 Meter Freistil-Schwimmen – das ist für 42 Prozent der Umfrageteilnehmer eine der beliebtesten Online-Sportarten.

Die Umfrageergebnisse von Riverbed werfen die Frage auf, ob Webseiten dem Ansturm während der olympischen Spiele gewachsen sind. Die Befragung dazu ergab, dass fast die Hälfte der Deutschen, die sich die Spiele online anschauen, eine Verzögerung von mehr als zwei Minuten nicht tolerieren würde, wenn der Streaming-Dienst nicht richtig funktioniert, danach würden sie eine andere Quelle für die Berichterstattung wählen. 

"Die Europäer ändern ihre Fernseh-Gewohnheiten. Bei weltweiten Sportevents wie den olympischen Spielen gibt es sehr oft Trafficspitzen, da die Menschen ihre PCs, Laptops und mobile Endgeräte nutzen, um ihren Lieblingssportlern zuzuschauen, Live-Updates von den Events zu bekommen und sich Sachen zu kaufen, die mit dem Event zusammenhängen", erklärt Georg Hess, Director Sales Region D-A-CH der Stingray Business Unit bei Riverbed. "Unternehmen und Organisationen müssen zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um den Bedarfsspitzen während der olympischen Spiele gewachsen zu sein. Sind sie das nicht und ihre Webseiten sind zu Stoßzeiten nicht verfügbar, dann werden die Zuschauer sich die Spiele über andere Anbieter oder auch andere Kanäle ansehen." Laut Hess könne das verlorene Werbeumsätze und vergebene Möglichkeiten im E-Commerce bedeuten.

Die Portale ARD und ZDF haben in vorauseilendem Gehorsam auf die enorme Nachfrage reagiert und schalten in diesem Jahr sechs Livestreams. Damit berichten sie mehr im Internet als im TV über das Sportereignis: Denn mit "nur" 260 Stunden im TV und rund 900 Stunden im Netz verdreifachen die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Online-Programmangebot.

Die Umfrage wurde vom Marktforschungsunternehmen GMI im Auftrag von Riverbed durchgeführt. Befragt wurden dabei über 500 Menschen in Deutschland.

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