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Sonstiges 22.04.2013
Sonstiges 22.04.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 21.04.2013 Zalando mit 1,5 Milliarden Euro Zwölfmonatsumsatz

Vergangene Woche haben die Samwer-Brüder Zara & Co. in vertraulichen Investorenunterlagen den Krieg erklärt. Jetzt zeigen aktuelle Umsatzzahlen aus dem Kinnevik-Geschäftsbericht: Bis zum Ende des Jahres könnte aus Zalando ein 2,5-Milliarden-Euro-Umsatzgigant werden. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Welche Bedrohung ein Hackerangriff auf Traveltainment-Server bedeutet, wie AppelrathCüpper Online-Kunden in die Filialen manövriert und warum Lodenfrey Same Day Delivery nun dauerhaft anbietet.

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- NEWS -

Zalando hat im Zeitraum vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 Nettoumsätze in Höhe von 1,5 Milliarden Euro erzählt, hat Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch im Quartalsbericht des Hauptkapitalgebers Kinnevik entdeckt. International besuchen mehr als 90 Millionen Visitor pro Monat die Seite. Das Umsatzplus für das erste Quartal 2013 lag bei 350 Millionen Euro. Damit dürfte Zalando laut Krisch für das Gesamtjahr eher einen Umsatz von 2,5 Milliarden als zwei Milliarden Euro anpeilen. >>>Exciting Commerce

Opodo meldet einen Hackerangriff auf die Server des Software-Anbieters Traveltainment. Dabei wurden Kreditkartendaten der Kunden des Online-Reisebüros gehackt. Weil dabei Kreditkartentyp, Kreditkartennummer, CVV-Nummer, Ablaufdatum, Name, Adresse und E-Mail der Inhaber kopiert wurden, können die Kriminellen nun mit den Datensätzen einkaufen gehen. Die Betroffenen wurden per E-Mail von Opodo informiert. Traveltainment arbeitet für rund 11.000 Reisebüros in Deutschland, darunter Kunden wie Expedia.de, Thomascook.de und Tui.de.  >>>Golem.de

Im Amazon-Logistiklager Bad Hersfeld startet am heutigen Montag die Urabstimmung. Die Gewerkschaft Verdi ruft die 3.300 Mitarbeiter auf, ihre Streikbereitschaft zu kommunizieren. >>>Wiwo.de

AppelrathCüpper hat seine neue Website gelauncht. Ziel ist es, die Kunden zum Besuch der Filialen zu motivieren, daher sucht man einen Shop vergeblich. Dafür lässt sich online ein Beratungstermin mit den AppelrathCüppers-Stylisten vor Ort vereinbaren und sehen, welche Marken die jeweiligen Filialen auf welchen Etagen führen. Außerdem hat jede Filiale die Möglichkeit, ihre Lieblingsteile zu präsentieren. Diese können Kunden dann für drei Tage unverbindlich über das Web reservieren lassen. Für die Umsetzung der Site zeichnet superReal verantwortlich. >>>Appelrath.com

Lodenfrey bietet Same Day Delivery, das erstmals im Weihnachtsgeschäft 2012 testweise angeboten wurde, jetzt dauerhaft an. Außerdem will der Münchner-Traditionstextilit eventuell auch stationären Kunden die Drei-Stunden-Lieferung anbieten. Lange Lieferzeiten würden manche Kunden von einer Online-Bestellung abhalten, sagte Lodenfrey-E-Commerce-Chef Ralf Mager im Interview mit Etailment. Logistikpartner von Lodenfrey ist Tiramizoo. >>>Etailment

Otto will Online- und Einzelhändler über die neue Kreditplattform Kreddible mit bis zu 10.000 Euro Kredit versorgen. Zielgruppe seien Händler, die typischerweise über eBay- und Amazon verkaufen. Finanzpartner ist die EOS-Tochter WCF Finetrading, die ebenfalls zur Otto Group gehört. >>>Gründerszene.de

Die Multichannel-Parfümerie Flaconi hat ein eigenes Bonussystem gestartet. Dieses schreibt Kunden bei bestimmten Aktionen wie einem Einkauf oder einer Neukundenwerbung Punkte gut. Je nach Status im Bonusprogramm können die Kunden dann von exklusiven Aktionen profitieren. >>>per Mail

Die Online-Parfümerie von Ludwig Beck entwickelte sich seit dem Launch im Dezember 2012 Unternehmensangaben zufolge "deutlich über den Erwartungen des Vorstands". Konkrete Zahlen wurden jedoch nicht genannt. Der Webshop ließ aber auch die Kosten des Unternehmens im ersten Quartal 2013 von 7,5 Millionen Euro im Vorjahr auf jetzt 7,8 Millionen Euro ansteigen. Die rund 300.000 Euro flossen vornehmlich in Personal, Verwaltung und Vertrieb von Ludwigbeck.de. >>>Textilwirtschaft.de

KüchenQuelle zählt jetzt auch zum Beteiligungsportfolio von ProSiebenSat.1 und hat dafür zehn Prozent seiner Unternehmensanteile abgegeben. Der Investor ist bereits mit Kiveda im Online-Verkauf von Küchen aktiv. KüchenQuelle erzielte im Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von 43,6 Millionen Euro und einen Gewinn von 521.000 Euro. >>>Exciting Commerce

- INTERNATIONAL -

Amazon peilt den Russland-Start an, meldet die russische Ausgabe der "Forbes". Die erste Niederlassung im Land wird von Arkady Vitrouk geleitet, ehemals Chef des russischen Verlagshauses ABC-Atticus. Amazon selbst hat dien Russland-Start noch nicht bestätigt, Vitrouks Linked-In-Profil jedoch weist ihn als Direktor für Kindle-Content für Amazon in Russland aus. >>>TechCrunch

Groupon muss - zwei Monate nachdem Nutzer Spam- und Trojaner-Mails an ihre speziell für Groupon eingerichteten E-Mail-Adressen meldeten - jetzt doch Sicherheitsprobleme eingestehen. Man habe Anzeige erstattet und sei noch mit der Untersuchung der Systeme beschäftigt. Ein Einbruch oder ein technisches Datenleck in den Primärsystemen könne "nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse" jedoch ausgeschlossen werden. >>>Heise.de

Der Publikumsverlag Penguin will sich mit der EU im laufenden Kartellverfahren um E-Book-Preise einigen. Das Verpflichtungsangebot stimme im Wesentlichen mit den Angeboten von Apple und vier anderen Großverlagen überein, die bereits im Dezember mit der EU-Kommission zu einer Einigung gelangt waren. >>>Heise.de

- BACKGROUND -

Vertriebsbeschränkungen: Wie Markenhersteller den Vertrieb ihrer Waren reglementieren dürfen, erklärt ein neuer Beitrag auf Onlinehaendler-News.de. Grundsätzlich gilt: Je marktstärker die Position eines Markenherstellers ist, desto strenger sind die Anforderungen an die auferlegten Vertriebsbeschränkungen. >>>Onlinehaendler-News.de

Suchmaschinenmarketing: 16 SEO-Tipps für bessere Rankings bei Google hat t3n.de zusammengestellt. Die Redakteure raten auch, im Zweifel einen Experten zu Rate zu ziehen. >>>t3n.de

Flat Design: Ein schlichtes Design ist der neueste Trend bei der Webshop-Gestaltung. 25 Beispiele für gelungene Shops gibt's auch bei t3n.de. >>>t3n.de

- GEHÖRT -

"Wenn man (Viagogo-Sprecher Steve Roest) zuhört, könnte man meinen, dass er den Friedensnobelpreis haben möchte. Dabei ist es Viagogos Geschäftsmodell, bei Veranstaltungen, bei denen es mehr Ticketwünsche als Karten gibt, Fans abzuzocken. (...) Niemand profitiert von Viagogo - außer Viagogo selbst."
Marc Quambusch, Sprecher der bundesweiten Fußball-Fan-Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein", ärgert sich über die Online-Plattform, auf der Privatleute ihr nicht benötigten Fußballkarten verkaufen können. Karten für das Championsleague-Halbfinalspiel BVB gegen Madrid sind dort für Preise von 210 bis 3.406 Euro zu haben. Viagogo selbst erklärt dies mit Angebot und Nachfrage. >>>Ruhrnachrichten.de

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