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Sonstiges 19.04.2013
Sonstiges 19.04.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 19.04.2013 Vertrauliche Investorenunterlagen: Samwers erklären Zara, H&M und Ikea den Krieg

Es wirkt schon ein bisschen bizar, wenn die Samwer-Brüder in vertraulichen Investorenunterlagen verkünden, Ikea abhängen zu wollen, gleichzeitig aber für ihren Online-Möbelshop Home24 Miese in Höhe von 40 Millionen Euro für 2012 ausweisen müssen und für 2013 weitere Verluste in Höhe von 43 Millionen Euro ankündigen. Auch aus unternehmensnahen Kreisen ist zu vernehmen, dass der Möbelverkauf über Home24 alles andere als rund läuft und es selbst für ausgefuchste E-Commerce-Profis wie die Samwers ein harter Brocken ist, Möbel im Web zu verkaufen. Der Einkauf erweise sich als ausgesprochen schwierig und teuer, hört man. Außerdem ging die Strategie, mit dem provokativen Arsch-der-Welt-Werbespot Bekanntheit und Reichweite zu generieren, nicht so schnell auf wie seinerseits bei Zalando. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man wie bei Zalando ein T-Shirt bestellt oder bei Home24 ein Sofa. Hier muss der Markt noch erzogen werden - und das erfordert viel Geduld und Geld.

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- NEWS -

Zara, H&M und Ikea müssen sich warm anziehen - zumindest wenn es nach den Rocket-Internet-Gründern Oliver, Marc und Alexander Samwer geht. Diese wollen die Meister des Klonens nämlich laut aktueller Investorenunterlagen, die dem "manager magazin" vorliegen, entweder in die zweite Reihe drängen (Zara und H&M) oder gar abhängen (Ikea). In den Investorenunterlagen wird für den Online-Möbelhändler Home24 für 2012 ein Minus von rund 40 Millionen Euro ausgewiesen, 2013 sollen es 43 Millionen Euro sein. Große Hoffnungen setzt Rocket Internet auf das Ausland: Fast jedes der internationalen E-Commerce-Startups soll binnen drei bis fünf Jahren Milliardenumsätze schreiben. Konkreter heißt das: Von Dafiti in Brasilien werden bis 2016 zwei Milliarden Euro Umsatz erwartet, vom russischen Lamoda 1,5 Milliarden Euro. Das allerdings ist noch ein weiter Weg: Aktuell liegt das Unternehmen auf einem Umsatzniveau von 45 Millionen Euro. Bei der Umsatzrendite kalkuliert Rocket Internet mit zwölf Prozent. Zum Vergleich: Amazon lag 2012 bei 1,1 Prozent. >>>manager-magazin.de

Die Garten-Center-Gruppe Dehner ist jetzt auch im Web präsent - allerdings noch mit kleinerem Sortiment als stationär. 18.000 Artikel aus den Bereichen Garten und Zoo sind im Angebot. Darüber hinaus können Kunden online recherchieren, welche Produkte in den Filialen verfügbar sind. Anders herum können stationäre Kunden über die Mitarbeiter auf Tablet-PCs verschiedene Anwendungsszenarien sehen oder sich alternative Produkte bestellen lassen. Umgesetzt wurde der Shop von dgroup auf Basis der Novomind-E-Commerce-Software iSHOPTM. Das Backend stammt von MAC IT-Solutions. >>>Internetworld.de

Tally Weijl verkauft ab sofort auch über das Internet. Das Schweizer Mode-Filialist hat am 17. April seinen deutschen Online-Store eröffnet. Weitere Länder sollen folgen. Das Handling wird inhouse abgewickelt, die Logistik übernimmt DHL. Das Porto beträgt vier Euro pro Paket. >>>Fabeau

Der Bielefelder Einkaufsverbund EK/servicegroup hat die Notwendigkeit erkannt, im E-Commerce stärker aktiv zu werden, nachdem die Verbundgruppe 2012 2,8 Prozent an Umsatz verlor. Weil sich die Umsätze zunehmend ins Internet verlagern, sei jetzt ein eigener Unternehmensbereich für den Online-Handel gegründet worden. >>>Focus.de

Gourmeo, ein Reservierungsdienst für Restaurants, der vergangenes Jahr geschlossen wurde, steht offenbar vor der Wiederbelebung. Ein bayerischer Mittelständler habe sämtliche Assets des Unternehmens übernommen, heißt es. Bei Gourmeo konnten Verbraucher in ausgewählten Restaurants Tische reservieren, mussten dafür fünf Euro Gebühr bezahlen und bekamen im Gegenzug 30 Prozent Rabatt auf die gesamte Rechnung. >>>Deutsche-Startups.de

- INTERNATIONAL -

Debenhams konnte seine Online-Umsätze im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2012/2013 um 46 Prozent auf 194,4 Millionen Pfund steigern. Damit würden inzwischen rund 12,7 Prozent der Gesamtumsätze der britischen Modekette über das Web generiert. Mittelfristig soll die Summe auf 600 Millionen Pfund verdreifacht werden. Im Mobile-Bereich stiegen die Umsätze im gleichen Zeitraum um 265 Prozent. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten 26 Wochen bis März Umsätze in Höhe von 1,3 Milliarden Pfund. >>>Internet Retailing

- BACKGROUND -

Online-Logistik: Wichtiger als Same Day Delivery seien Kunden Zeitfensterzustellungen, erklärt ein aktueller Artikel von Etailment. >>>Etailment.de

3D-Druck: Die zehn wichtigsten Seiten, die sich mit 3D-Druck beschäftigen, hat t3n zusammengestellt. Wer das Threndthema nicht aus den Augen verlieren will, sollte einen Blick darauf werfen. >>>t3n.de

Reichweitenaufbau: Worauf Webshops achten sollten, wenn sie durch nachhaltige Maßnahmen wie SEO oder kurzfristig über Werbung Reichweite im Webshop erzielen wollen, gibt es bei ecommerce-vision.de nachzulesen. >>>ecommerce-vision.de

E-Commerce-Projektplanung: Eine Checkliste zur Planung von E-Commerce-Projekten haben die eBusiness-Lotsen Ostbayern entwickelt. Die Checkliste behandelt Themen wie Auswahlkriterien für Technologie und Partner, die Relevanz standardisierter Schnittstellen und die Integration vor- und nachgelagerter Systeme. >>>Pressemitteilung

- ZAHL DES TAGES -

Zwei Milliarden Euro will Telekom-Finanzchef Timotheus Höttges für Scout24 haben, unter dessen Dach Web-Portale wie ImmobilienScout24, AutoScout24 und JobScout 24 laufen. Interessenten wie Bertelsmann und Springer schreckten bereits zurück, jetzt scheint ein Einstieg von Finanzinvestoren das wahrscheinlichste Szenario zu sein. >>>manager-magazin.de

- GEHÖRT -

"Während Nachwuchs und Personal im Online-Handel überwiegend akademisch sind, ist der traditionelle Handel vornehmlich nichtakademisch geprägt. Deswegen wird es insgesamt einen großen Schwenk von Pragmatikern und Praktikern hin zu viel mehr Akademikern geben müssen."
Gerrit Heinemann, Professor für BWL an der Hochschule Niederrhein und Leiter des eWeb Research Centers, sieht nach der digitalen Revolution im Handel jetzt eine berufliche Revolution für dessen Mitarbeiter. Weil die Branche mehr Akademiker brauche, müsse auch am "grottenschlechten Berufsbild im Einzelhandel" gefeilt werden. >>>Internetworld.de

"Die Erfahrungen aus den ersten Wochen Live-Betrieb zeigen, dass die Multichannel-Prozesse funktionieren. Hier gibt es bereits zahlreiche positive Reaktionen seitens unserer Mitglieder, die plötzlich ganz neue Kunden in ihren Geschäften haben."
Intersport-Geschäftsführer Jan-Thomas Metge zeigt sich vier Wochen nach dem Launch seines Webshops, der über 1.000 Sportartikel-Händler der Verbundgruppe vereint, zufrieden mit den ersten Erfolgen. >>>Onlinehaendler-News.de

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