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Sonstiges 22.02.2008
Sonstiges 22.02.2008

United Internet will Adlink zu Geld machen

Ralph Dommermuth braucht Geld für die Kriegskasse

Ralph Dommermuth braucht Geld für die Kriegskasse

Um die Kriegskasse für die endgültige Übernahme des Telekommunikationsproviders Freenet zu füllen, will sich der Internet-Provider von seiner Vermarktungstochter Adlink Internet Media trennen.

Der Online-Vermarkter Adlink stand für United Internet schon in der Vergangenheit öfter zur Disposition. Jetzt sucht der Internet-Provider erneut nach einem Käufer für seine Tochtergesellschaft. Wie die "FAZ" erfahren haben will, ist die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley dazu angeheuert worden, für den Vermarkter einen dreistelligen Millionenbetrag zu erlösen. Das Geld braucht United-Internet-Vorstand Ralph Dommermuth für die seit langem anstrebte Übernahme seines Konkurrenten Freenet.

Das Interesse an Adlink auf dem Markt allerdings, so "FAZ"-Netzökonom Holger Schmidt, sei noch bescheiden. "Deutsche Medienunternehmen wollen oder können nicht so viel Geld ausgeben und die Amerikaner wie Yahoo, Microsoft oder AOL sind zur Zeit eher mit sich selbst beschäftigt."

Adlink Internet Media wurde 1996 gegründet und repräsentiert mit selbständigen Tochtergesellschaften in fast allen Ländern Europas insgesamt mehr als 3.500 Premium-Websites mit über sechs Milliarden Pageimpressions monatlich. In den ersten neun Monaten des Jahres 2007 wurden insgesamt rund 160 Millionen Euro Umsatz erzielt.

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