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M-Commerce wächst weiter in Europa
Sonstiges 18.04.2013
Sonstiges 18.04.2013

Mobile Performance Barometer 2012 Umsatz mehr als verdoppelt

Der mobile Handel befindet sich in Europa weiterhin auf Wachstumskurs. Besonders kauffreudig sind dabei die iPad-Nutzer. Insgesamt geben die Shopper beim mobilen Einkauf deutlich mehr Geld aus als im sonstigen E-Commerce, stellt das Zanox Mobile Performance Barometer fest.

Das mobile Einkaufsvolumen per Smartphone und Tablet ist in Europa im vergangenen Jahr um mehr als 140 Prozent gestiegen. Den größten Anteil haben daran Einkäufe über Apples iPad mit 53 Prozent aller Erlöse. Zu diesem Ergebnis kommt das Zanox Mobile Performance Barometer 2012. In Deutschland wurden dabei mehr als drei Viertel der mobilen Transaktionen über iOS-Geräte getätigt.

Kunden geben der Analyse zufolge im M-Commerce durchschnittlich mehr Geld pro Einkauf aus als im E-Commerce. So lag der durchschnittliche Bestellwert im M-Commerce bei der Finanzbranche mit 2.326 Euro 61 Prozent über den Umsätzen im E-Commerce. In der Reisebranche liegt der durchschnittliche Bestellwert im M-Commerce mit 906 Euro neun Prozent über dem E-Commerce. Im Retail- und Shopping-Segment gaben die Konsumenten sowohl im E- als auch im M-Commerce durchschnittlich 237 Euro pro Bestellung aus.

"Der Boom bei neuen Geräten wie Smartphones und Tablets, neuen Cloud-Technologien und die mobile Verfügbarkeit des Internets bieten Konsumenten mehr Möglichkeiten für ihre Online-Einkäufe", sagt Zanox-CEO Thomas Joosten: "Diese 'Consumerization of E-Commerce' ist eine Herausforderung für die gesamte Anbieterseite. Sie bietet aber gleichzeitig auch die Basis für neue Geschäftsmodelle für die Werbeindustrie, den E-Commerce-Markt und auch für den stationären Handel."

Interessante Ergebnisse brachte die Studie in Bezug auf die Fragen, in welchen Ländern am meisten mobil eingekauft wird und über welches Betriebssystem wie viel Umsatz generiert wird.

Länderentwicklung

Der Mobile-Commerce befindet sich in Europa lauf Barometer weiter auf Wachstumskurs. 2012 liegt der Anteil der mobilen Absatzkanals am gesamten E-Commerce-Umsatz bei 3,9 Prozent. Skandinavien hat dabei den höchsten Anteil des mobilen Kanals am am gesamten E-Commerce-Umsatz in der Region (7,3 Prozent) sowie der zweithöchsten Wachstumsrate von 2011 auf 2012 (240 Prozent). Der Anteil des Mobile-Kanals am gesamten Umsatz in Skandinavien ist damit annähernd doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt (3,9 Prozent).

Die Benelux-Länder verzeichnen mit 356 Prozent die höchste Wachstumsrate für den mobilen Umsatz im gesamten Zanox-Netzwerk. Deutschland liegt im Ländervergleich im europäischen Durchschnitt: Der Anteil des mobilen Kanals am gesamten E-Commerce-Umsatz beträgt hier 3,5 Prozent, das Umsatzwachstum liegt bei 135 Prozent.

Umsatzanteil der Geräte im M-Commerce

Apples Betriebssystem iOS (iPad und iPhone) hat mit einem Anteil von 73 Prozent beim mobilen Umsatz 2012 immer noch die Nase vorne. Allerdings sind leichte Verluste im Vergleich zum Vorjahr erkennbar: 2011 waren es noch 78 Prozent. Das iPad konnte sine Spitzenstellung als mobiler Umsatzbringer weiter ausbauen. Im Jahr 2012 wurde 53 Prozent aller mobilen Umsätze im Zanox-Netzwerk über des iPad generiert (2011: 43 Prozent). 

Während der Umsatzanteil über Apples iPhone rückläufig ist (von 35 Prozent 2011 auf 20 Prozent 2012), belegen Android-Geräte mittlerweile Platz zwei und verdrängen das iPhone auf Platz 3. Das Betriebssystem Android konnte seinen M-Commerce-Umsatzanteil im Jahresvergleich um mehr als acht Prozentpunkte auf nun 25 Prozent erhöhen und macht ein Viertel des gesamten M-Commerce-Umsatzes aus (2011: 17 Prozent).

Die Analyse basiert auf einer Auswertung von über 1.000 Advertiser-Programmen in sieben europäischen Märkten (Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Benelux, Skandinavien und Polen). Das Barometer liefert auf Basis der Konsumententransaktionen Hinweise zu Veränderungen von Marktanteilen und Nutzergewohnheiten im M-Commerce.

Das Analyseportal Statista.de hat kürzlich untersucht, welches die beliebtesten Shopping-Apps in Deutschland sind. Auf Platz eins liegt demnach die eBay-App - sowohl bei Android-Nutzern als auch bei den Apple-Fans.

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