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Amazon-Patent gegen uerwünschte Geschenke (Foto: istock/egal)
Sonstiges 28.12.2010
Sonstiges 28.12.2010

Amazon-Patent verhindert unerwünschte Geschenke Nichts von Tanta Erna schicken

In den Innenstädten und auf den Postämtern drängeln sich nach Weihnachten die Menschen, die unerwünschte Geschenke gegen erwünschte umtauschen möchten. Doch das Zurückgeben ist nicht nur nervig für die Verbraucher, es ist auch teuer für die (Online-)Händler. Amazons Chef Jeff Bezos hat deshalb ein Patent eingereicht, das es ermöglichen soll, Ungeliebtes schon vor dem Versand umzutauschen.

Die Idee könnte das digitale Schenken revolutionieren: Kunden können bei Amazon Bedingungen festlegen, unter denen ein Geschenk nicht automatisch an sie verschickt werden soll. Das könnte bei Kleidung die Größen sein oder das Material (keine Kunstfasern), bei Spielen die Konsole (nur Xbox) oder sogar der Schenkende (nichts von Tante Erna). In diesem Fall könnte sich der Empfänger per Mail benachrichtigen lassen - und die Bestellung entweder ändern oder in einen Gutschein umwandeln. Das berichtet die Washington Post.

Der Hintergrund: Bis zu 30 Prozent aller online bestellten Sendungen werden zurückgeschickt. "Es geht um Millionen US-Dollar, vielleicht sogar Milliarden", zitiert der Bericht  Carl Howe, einen Analysten der Yankee Group. "Wenn man schon beim ersten Mal das richtige Geschenk findet, kann das die Kosten extrem senken. Eine solche Erfindung ist für den Händler Gold wert."

Damit es keinen Ärger gibt, soll der Verbraucher die Möglichkeit bekommen, sich für das ursprünglich georderte Geschenk zu bedanken. Wann der Onlinehändler das Patent einsetzt, ist noch nicht klar.

Bei Amazon wurden am Spitzentag des Weihnachtsgeschäfts weltweit mehr als 13,7 Millionen Produkte bestellt - das sind über 158 Artikel pro Sekunde.

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