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Suchen und spielen - wie Kids das Internet nutzen
Sonstiges 12.02.2009
Sonstiges 12.02.2009

Suchen und spielen - wie Kids das Internet nutzen

Kinder lassen sich gerne Websites von Freunden zeigen (Foto: Fotolia.com/avava)

Kinder lassen sich gerne Websites von Freunden zeigen (Foto: Fotolia.com/avava)

Recherchieren, Kinderangebote nutzen und Games spielen - so nutzen Kinder das Internet. Zwei Drittel der User unter 13 Jahren sind mindestens einmal pro Woche online, machen dabei jedoch auch unerfreuliche Erfahrungen. Das hat die KIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest ergeben.

Knapp 60 Prozent Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sind online. Bei Jungen liegt der Anteil mit 62 Prozent etwas höher als bei Mädchen mit 57 Prozent. Die Zahl der Internetnutzer steigt mit dem Alter kontinuierlich an: Bei den Sechs- bis Siebenjährigen hat erst jeder Fünfte Erfahrung mit dem Online-Medium, bei Kindern im Alter von zehn und elf Jahren beträgt der Anteil bereits 79 Prozent.

Die Kids nutzen das Netz regelmäßig. Zwei Drittel der jungen User gehen mindestens einmal pro Woche online, 17 Prozent jeden bzw. fast jeden Tag. Die Nutzungsdauer an einem durchschnittlichen Tag gibt die Hälfte mit bis zu einer halben Stunde an, ein Drittel surft zwischen 30 und 60 Minuten, 15 Prozent mehr als eine Stunde.

Was machen die Kids im Netz? Suchmaschinen stehen für Kinder an erster Stelle: Die Hälfte nutzt sie mindestens einmal pro Woche, es folgt die Recherche bzw. Informationssuche für die Schule oder außerschulische Interessen sowie der Umgang mit speziellen Kinder-Angeboten. Ein Drittel spielt Games - das entspricht in etwa dem Anteil der erwachsenen User. Ein Viertel der Kids nutzen Angebote, die sich nicht speziell an Kinder, sondern eher an Erwachsene richten.

Mädchen lernen, Jungs spielen

Jungs und Mädchen surfen unterschiedlich: Mädchen nutzen das Internet intensiver für die Schule, sie chatten häufiger und sie bewegen sich zu einem größeren Anteil als Jungen auf Seiten, die speziell für Kinder konzipiert worden sind. Bei den Jungen sticht vor allem die sehr viel höhere Affinität zu Spielen hervor, sie hören sich im Internet häufiger Musik an und nutzen stärker Angebote, die sich nicht direkt an Kinder richten.

38 Prozent der Kinder geben an, eine Lieblingsseite im Internet zu haben. Ganz vorne liegt in dieser Frage das Internetangebot des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals KI.KA sowie das Filmportal Youtube mit je 8 Prozent, gefolgt von toggo, schülerVZ und Onlinespielen.

Die besuchten Internetseiten kennen die Kindern aus Empfehlungen: 75 Prozent kennen die Informationsangebote durch Freunde, 38 Prozent aus Fernsehsendungen, 34 Prozent aus Suchmaschinen und 29 Prozent durch die Eltern. Ein Viertel geben Internetadressen aus Zeitschriften oder auf gut Glück ein.

Dabei macht das Ausprobieren nicht immer nur Spaß: 8 Prozent der Internet-Nutzer geben an, dass sie im Internet schon einmal auf Sachen gestoßen seien, die ihnen unangenehm waren oder ihnen Angst gemacht haben. Dabei unterscheiden sich Mädchen und Jungen nur geringfügig. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um Erotik- oder Pornoseiten, gewalthaltige Inhalte oder Bilder und Videos von Unfällen.

Die KIM-Studie kann kostenlos heruntergeladen werden.

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