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Amazon.de am Sonntagabend nicht erreichbar
Sonstiges 13.12.2010
Sonstiges 13.12.2010

Amazon.de am Sonntagabend nicht erreichbar Serverauszeit in der Shopping-Prime-Time

Am Sonntagabend waren viele europäische Amazon-Seiten nicht erreichbar. Käufer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien hatten für mehr als 30 Minuten keinen Zugriff auf den Marktplatz. Der Schaden für den Onlinehändler dürfte beachtlich sein, galt doch im Vorfeld der 12. Dezember 2010 als einer der stärksten Verkaufstage in diesem Jahr.

Zwischen 21:45 Uhr und 22:30 Uhr konnten Onlinekäufer den Onlinehandelsplatz Amazon nicht erreichen. Im europäischen Datencenter habe es einen Hardware-Fehler gegeben, erklärte ein Amazon-Sprecher. Ein Hackerangriff sei entgegen erster Spekulationen nicht dafür verantwortlich. Die US-Seite des Unternehmens war von dem Ausfall nicht betroffen.

Auf der Facebook-Fanpage des Onlinehändlers wiesen einige Nutzer auf die Störung des Webseite hin. Eine Stellungnahme von Amazon zu den Problemen erhielten sie dort jedoch nicht. Durch den Ausfall der Server dürfte Amazon das ein oder andere Geschäft durch die Lappen gegangen sein. Schließlich galt der dritte Adventssonntag als umsatzstärkster Tag des Jahres für das Onlinegeschäft. Konkurrent eBay hatte diesen Tag zum stärksten Verkaufstag des Jahres ernannt und wollte am 12. Dezember 2010 selbst mehr als zwei Millionen Artikel allein in Deutschland über seine Plattform absetzen.

Bereits in der vergangenen Woche wurde Amazon.com Ziel eines Hackerangriffs. Dabei versuchten die Angreifer den Onlinemarktplatz mit einer DDoS-Attacke außer Gefecht zu setzen. Die Website von Amazon überstand die Attacke ohne Probleme. Wikileaks-Sympathisanten nahmen den Onlinehändler ins Visier nachdem dieser das Hosting für Wikileaks beendet hatte.

Auch andere Unternehmen, wie die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard wurden am Donnerstag Opfer von DDoS-Attacken. Auch der Zahlungsdienstleister PayPal wurde unter Beschuss genommen, da er einen Account von Wikileaks gesperrt hat und vorübergehend die gesammelten Spendengelder eingefroren hatte.

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