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Sonstiges 28.01.2008
Sonstiges 28.01.2008

QTrax: Nach dem Start in die Knie

Schon am Abend des Launchtages hieß es für neue Mitglieder des werbefinanzierten P2P-Musikportals: Nichts geht mehr.

Napster in legal, das will das Peer-to-peer-Musikportal QTrax sein. Alle großen Plattenfirmen haben Kooperationsverträge mit dem amerikanischen Startup geschlossen und wollen so testen, ob es sich rechnet, Musik zu verschenken, wenn man dafür Werbeeinnahmen generiert. Denn das genau ist das Business-Modell von QTrax: Bei Suchanfragen nach und Downloads von Musikstücken werden Anzeigen von Werbekunden wie McDonald’s, Ebay oder T-Mobile eingebunden und die Einnahmen mit den Künstlern und Plattenlabels geteilt. Wobei geteilt nicht ganz richtig ist: Der größte Anteil der Einnahmen, so verspricht der Dienst, geht an die Musikindustrie.

Um wirklich nur Musik anzubieten, für die die Copyright-Rechte geklärt sind, gleicht QTrax den verfügbaren Katalog mit verschiedenen Listen ab: Eine schwarze Liste enthält Songs, von denen die Rechteinhaber keinen Tausch wünschen, eine weiße Liste enthält Songs, bei denen der Tausch gewünscht ist, und eine graue Liste umfasst Songs in einer rechtlichen Grauzone, bei der QTrax die Rechte noch klären will. Insgesamt arbeitet der Dienst mit Microsofts Kopierschutz DRM, weswegen Ipod-Besitzer momentan noch ausgesperrt bleiben. Und ein Brennen auf CD ist nicht erlaubt.

Schon zum Start verzeichnete QTrax einen enormen Ansturm: Am Nachmittag des ersten Tages hieß es bereits: "Due to overwhelming demand, Qtrax.com is currently unavailable. Please check back in 24 hours to download the first, free, and legal P2P music application. Thank you for your understanding."

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