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Neues Hosting-Konzept bei Verivox
Sonstiges 06.03.2012
Sonstiges 06.03.2012

Neues Hosting-Konzept bei Verivox Preisvergleichsportal wechselt den Dienstleister

Jon Little ist CTO bei Verivox

Jon Little ist CTO bei Verivox

Das Preisvergleichsportal Verivox rufen mehr als vier Millionen Verbraucher pro Monat auf und suchen dort nach Alternativen für ihre Strom-, Gas- oder Handyanbieter. Um dem Nutzerwachstum gerecht zu werden und sich für die Zukunft zu rüsten hat das Portal seine Hosting-Strategie analysiert und neu aufgestellt.

Jeden Monat besuchen knapp vier Millionen Besucher die Website verivox.de und rufen dabei insgesamt 19 Millionen Seiten auf. Verivox-CTO Jon Little erklärt: "Von 2004 bis 2010 wuchs die Zahl der Web- und Datenbankserver von 7 auf 39."

Seit 2004 standen die Webserver bei einem Colocation-Provider in Frankfurt. Die Verivox-Techniker kümmerten sich weiter um Hardware und Betriebssystemupdates. Gleichzeitig profitierte das Unternehmen von einer sicheren, weil redundanten Anbindung an das Internet. Mit jedem zusätzlichen Server erhöhte sich allerdings auch die Rechnung des Colocation-Providers, der neben dem Platz im Rechenzentrum auch die Kosten für Kühlung und Strom in Rechnung stellte. "Wir erkannten, dass Colocation für uns nicht mehr das richtige Vertragsmodell war, weil es uns weder den besten Preis, noch einen umfassenden Service bot", so Little.

Dass die Wahl letztendlich auf Host Europe fiel, lag an einer Vielzahl von Gründen: Zum einen punkteten die Kölner durch ihre moderne Infrastruktur und ihre Referenzen. Dass Host Europe zeigen konnte, dass sie auch größere Infrastrukturen ausfallsicher betreiben, war für Verivox ein zentrales Auswahlkriterium. Und zum anderen war das Angebot von Host Europe auch "preislich sehr konkurrenzfähig".

Doch auch die "Chemie" mit dem neuen Hosting-Dienstleister sollte stimmen, wie CTO Jon Little berichtet: "Die Dienstleister, die in der engeren Auswahl standen, habe ich alle besucht. Bei Host Europe habe ich sofort gespürt, dass die offene Kultur des jungen Unternehmens hervorragend zu Verivox passt. Gleichzeitig habe ich gesehen, dass bei Host Europe Experten am Werk sind, die professionell und prozessorientiert arbeiten. Dieser positive Eindruck hat sich während der Umzugsarbeiten ebenso bestätigt wie jetzt im laufenden Betrieb."

Redundanz bei allen Komponenten

Die Ausfallsicherheit der Web-Infrastruktur besitzt für Verivox oberste Priorität. Deshalb sind sämtliche Komponenten redundant vorhanden. Sollte einmal ein Gerät ausfallen, so stellen weitere Geräte die unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Webseite sicher.

Der Verivox-Traffic gelangt über Firewalls und Loadbalancer zu den Managed Switches, welche die Anfragen auf die 20 Webserver verteilen. Weitere acht Datenbankserver  und 2 Active-Directory Systeme stellen die Grundpfeiler der Umgebung dar. Die Anbieterinformationen für die Datenbanken lagern auf einem SAN. Die Kundendaten beherbergt ein NAS in Form eines Common Internet File Systems (CIFS). Auf speziellen Wunsch von Verivox wurde noch eine Google Mini Search Appliance hinzugefügt, die den Webtraffic auswertet. Ein Backup-Server, der neben den Datenbanken auch die Serverkonfigrationen und Betriebssysteme im laufenden Betrieb auf Platte sichert, komplettiert die Web-Infrastruktur. Dedizierte Firewall, Loadbalancer, Managed Switch und SAN sind jeweils redundant vorhanden und garantieren so eine sehr hohe Ausfallsicherheit.

Die Kommunikation innerhalb des internen LANs erfolgt über 500 MBit/s-Leitungen. Sollte der Webtraffic auf Verivox.de weiter ansteigen oder sollte ein Rechner unerwartet ausfallen, so stehen weitere 12 Standby-Webserver bereit, die jederzeit in das interne LAN aufgenommen werden können. In Kürze wird die Verivox-Zentrale in Heidelberg über eine Standleitung an das Host Europe-Rechenzentrum in Köln angebunden. Dann ist sichergestellt, dass die Verivox-Entwickler ihre Webapplikationen jederzeit und schnell für Wartungsarbeiten und Updates erreichen.

Stresstest vom Spezialisten

Vor dem Umzug führte die Firma andagon, ein Spezialist für automatisierte Softwaretests aus Frechen bei Köln, intensive Last- und Performance-Tests mit der neuen Hosting-Infrastruktur durch. Vom Ergebnis zeigte sich selbst andagon-Geschäftsführer Stefan Gogoll beeindruckt: "Normalerweise fahren wir bei unseren Stresstests die Belastung so lange hoch, bis die Infrastruktur in die Knie geht. In diesem Fall wurden die Seiten auch dann noch performant ausgeliefert, als wir 1.100 Anfragen in der Sekunde gestellt haben. Das passiert uns nicht alle Tage."

Im Vorfeld des Umzugs hatten die Verivox-Techniker einen Snapshot ihres Webangebotes gemacht und eingespielt. Jetzt musste nur noch das inkrementelle Backup mit den neuesten Daten ergänzt und die IP-Adressen geändert werden. Letzteres übernahmen die Techniker von Host Europe.

"IT-Infrastruktur ist nicht unser Kerngeschäft. Mit Host Europe haben wir einen Partner, der das besser und günstiger macht, als wir es selbst könnten", ist der Verivox-CTO überzeugt. "Von den etwa 50 Mitarbeitern in meinem Team arbeiten 35 Entwickler daran, dass wir mit unseren Preisvergleichen im Markt die Nase vorn haben. Hier liegt unser Mehrwert für den Kunden, auf den wir uns konzentrieren."

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