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Verluste bei Amazon
Sonstiges 26.07.2013
Sonstiges 26.07.2013

Verluste bei Amazon Der Preis der Expansion

Die Investitionen in neue Geschäftsfelder schlagen sich in der Bilanz nieder: Amazon hat im zweiten Quartal 2013 seinen Umsatz zwar um 22 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar steigern können, unterm Strich stand jedoch ein Verlust von sieben Millionen US-Dollar. Und auch fürs laufende Quartal erwartet der Online-Händler keinen Gewinn.

Expansionskosten und die Wirtschaftskrise in Europa: Das sind die Gründe für die roten Zahlen bei Amazon. Hatte der Online-Händler im zweiten Quartal 2012 noch sieben Millionen US-Dollar Gewinn gemacht, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres sieben Millionen US-Dollar Verlust. Positiv entwickelte sich der Umsatz: Er stieg um 22 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar. Den Großteil davon, nämlich 81 Prozent, erwirtschaftete das Unternehmen mit dem Verkauf von Waren, die restlichen 19 Prozent mit Dienstleistungen wie Cloud-Angeboten.

Die USA sind nach wie vor der wichtigste Markt: 60 Prozent des Umsatzes werden dort erwirtschaftet, auf Platz zwei folgt Deutschland. Der US-Umsatz wuchs um 30 Prozent, der internationale um 13 Prozent - in beiden Märkten schwächte sich das Wachstum im Vergleich zu dem des Vorjahresquartals ab.

Amazon investiert stark in neue Geschäftsfelder wie E-Reader und Tablets, die das Unternehmen zu Kampfpreisen anbietet - in der Überzeugung, auf diesem Weg auch den Markt für digitale Inhalte zu beherrschen. Der Plan scheint aufzugehen: "Im vergangenen Quartal waren die zehn meistverkauften Artikel weltweit alle digitale Produkte - Kindle, Kindle Fire HDs, Accessoires und digitale Inhalte", sagte CEO und Gründer Jeff Bezos.

Für das dritte Quartal rechnet Amazon mit einem Umsatz zwischen 15,45 und 17,15 Milliarden US-Dollar - dies wäre ein Zuwachs um zwölf bis 14 Prozent verglichen mit dem dritten Quartal 2012.

In Deutschland hatte Amazon wegen Streiks in seinen Logistikzentren negative Presse bekommen. Auch seine Steuerpolitik wird kritisiert, da der Versandhändler 2012 einen Großteil des Umsatzes mit deutschen Kunden über Luxemburger Gesellschaften abwickelte und deshalb hierzulande kaum Steuern zahlte.

Der Konzern bereitet sich unterdessen bereits jetzt aufs Weihnachtsgeschäft vor und präsentierte in München, welche Produktneuheiten dieses Jahr unter dem Christbaum liegen. INTERNET WORLD Business war vor Ort und zeigt einige der abgefahrensten Geschenkideen.

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