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Statistik zur E-Mail-Nutzung Foto: fotolia.com
Sonstiges 28.10.2010
Sonstiges 28.10.2010

Statistik zur E-Mail-Nutzung Newsletter-Abonnenten werden wählerischer

Im Durchschnitt hat jeder Internetnutzer in Deutschland 6,3 Newsletter abonniert. Dabei steigt die Zahl der Abonnements mit zunehmendem Alter an. Zu diesen Ergebnissen kommt der "E-Mail Marketing Consumer Report 2010" von ContactLab.

Die schlechte Nachricht: Immer mehr Internetnutzer reduzieren die Zahl der abonnierten Newsletter. Ließen sich im Jahr 2009 noch 23 Prozent der Nutzer mit mehr als zehn verschiedenen Newslettern beliefern, so sind es in diesem Jahr nur noch acht Prozent.

Sonderangebote begünstigen die Viralität

Für die Studie wurde der Umgang mit dem Kommunikationskanal E-Mail in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich untersucht. Demnach lassen sich die Deutschen stärker als die europäischen Nachbarn von Mailings zum Kauf verführen.  Werden in den E-Mails Sonderangebote beworben oder Rabatte in Aussicht gestellt, steigt die Chance, dass die Empfänger das Mailing auch über soziale Netzwerke weiter verbreiten.

Wer als Versender aber einmal die Gunst des Users gewonnen hat, wird davon sehr wahrscheinlich profitieren. Von allen Deutschen, die wenigstens einen Newsletter abonniert haben, bestellten  57 Prozent über direkte Links aus den Mails heraus. Einmal gewonnene Kunden werden zudem zu Wiederholungstätern. Durchschnittlich vier Bestellungen haben die Deutschen bisher aus Newslettern heraus aufgegeben. Weniger überraschend: Von konkreten Informationen zu einem Produkt oder Sonderpreisen lassen sich 67 Prozent der User verführen.

Aus welchen Branchen werden Newsletter abonniert?

Die meisten Newsletterabonnements stammen aus dem Bereich Dienstleistungen. Zudem erhalten 36 Prozent der Nutzer Mailings aus der Reise- und Tourismusbranche. Zwischen Männern und Frauen gibt es dabei keine signifikanten Unterschiede, was Menge und Themengebiete der Newsletter angeht.

Über die Deutschen bricht täglich eine Flut von rund 1,1 Milliarden E-Mails herein. Mit seinen im Durchschnitt zweieinhalb E-Mailpostfächern empfängt jeder Nutzer täglich knapp 26 E-Mails. Mit 30 E-Mails pro Tag erhalten die 35- bis 54-Jährigen die meiste elektronische Post. Bei den jüngeren Nutzern zwischen 25 und 34 Jahren  sind es dagegen nur 24 E-Mails pro Tag. Die 18- bis 24-Jährigen erhalten sogar nur 18 E-Mails täglich. Die bevorzugten Mail-Provider sind Web.de und GMX, deutlich dahinter folgen Hotmail, Yahoo und Gmail. Allerdings werden Social Networks immer wichtiger für die alltägliche Nachrichtenübermittlung. Bereits 31 Prozent der User nutzen Social Media dafür.

Mobiler Mail-Empfang nimmt zu

Auch der Zugang zu den Mails änderte sich im Jahresvergleich stark. Nutzen im Jahr 2009 nur fünf Prozent der Onliner ein Smartphone für den Empfang von E-Mails, so sind es 2010 bereits 15 Prozent. Auch über iPods, iPads und Netbooks wird vermehrt auf E-Mails zugegriffen. Deshalb sollten die Versender unbedingt darauf achten, dass ihre Newsletter auch auf kleinformatigen Bildschirmen gut angezeigt werden.

Die Reports mit den vollständigen Studienberichten stellt ContactLab auf seiner Website zur Verfügung.

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