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Sonstiges 14.10.2013
Sonstiges 14.10.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 14.10.2013 Auch Netrada Europe meldet Insolvenz an

Unruhige Zeiten für Multichannel-Händler wie C&A und Esprit: Denn nach der Netrada Holding hat jetzt auch Netrada Europe, über die das gesamte E-Commerce-Geschäft der beiden Modeketten läuft, Insolvenz anmelden müssen. Zwar hoffen alle Beteiligten, dass das endgültige Aus abgewendet werden kann. Doch E-Commerce-Berater Jochen Krisch hält es trotzdem für leichtsinnig, sich im Online-Handel ab einer gewissen Umsatzgröße allein auf einen Dienstleister zu verlassen. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Rakuten geht nach Spanien und Chinas Alibaba kauft sich bei ShopRunner ein.

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- NEWS -

Nach der Netrada Holding hat jetzt auch Netrada Europe Insolvenz anmelden müssen. Der Insolvenzverwalter will nun prüfen, ob eine Sanierung über eine Investorenlösung oder über einen Vergleich mit den Gläubigern möglich sei. Exciting-Commerce-Berater Jochen Krisch kritisiert die Vertragsverlängerung von Esprit mit Netrada bis zum Jahr 2019: Spätestens wenn die Umsatzmilliarde in Sicht sei, tue man als Online-Player gut daran, "sich aus allzu großen Abhängigkeiten zu befreien und sich auf eigene Füße zu stellen." Netrada wickelt für Esprit, aber auch für C&A die gesamte E-Commerce-Prozesskette ab - vom Betrieb des Webshops bis zum Retourenhandling und dem Customer Service. >>>Exciting Commerce

MyParfum wird vom Online-Pure-Player zum Mehr-Kanal-Anbieter. In Berlin-Mitte eröffnet die Online-Parfümerie eine Filiale, in der Kunden aus 50 Essenzen ihr eigenes Parfüm zusammenstellen können. Auch Workshops werden veranstaltet. Im April dieses Jahres musste MyParfum Insolvenz anmelden. >>>ibusiness.de

Ludwig Beck will sein Online-Geschäft deutlich ausbauen. Der aktuelle Jahresumsatz liege bei deutlich einer Million, was zwischen einem und zwei Prozent des Gesamtumsatz des Hauses entspricht. In drei bis vier Jahren sollen zehn Prozent erreicht werden. >>>Allgäuhit.de

Tastybox.de erweitert sein Club-Modell. Ab sofort kann man auch Tee und Kartoffeln monatlich verköstigen. Der Preis: 9,99 beziehungsweise 7,49 Euro. >>>per Mail

Friendsurance, eine Versicherungsplattform, bei der Nutzer sich zusammenschließen, um günstigere Konditionen zu erzielen, trommelt via TV-Werbung für seine Smartphone-Versicherung. Das Motto: "Individuell versichern, gemeinsam sparen." >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Alibaba hat sich am US-Shopping-Portal ShopRunner beteiligt. Verkäufer ist Brancheninformationen zufolge eBay, das seine 30-Prozent-Beteiligung mit Gewinn veräußert haben soll. Zusammen mit Partnern wie American Express wurden 206 Millionen US-Dollar investiert. ShopRunner hat ein Konkurrenzprojekt zu Amazon Prime auf die Beine gestellt. Für 79 Euro pro Jahr können Kunden Waren, die sie bei Plattformpartnern wie Toys'R'Us oder RadioShack bestellen, kostenlos innerhalb von zwei Tagen liefern lassen. >>>Welt.de

Macy's hat seine Online-Vertriebspläne für China verschoben. Ursprünglich wollte die US-Warenhauskette ihre Kleidermarke INC schon ab Juni 2013 in China über das Internet vertreiben und hat dafür bereits 2012 15 Millionen US-Dollar in den chinesischen Shopping-Club Jiapin.com investiert. Auch eine chinesische E-Commerce-Seite, Oumei.com, wurde kreiert. Die Seite allerdings ist online nicht länger zugänglich, Jaipins Gründer hat das Unternehmen verlassen. Man brauche mehr Zeit, um eine Strategie für China zu entwickeln, heißt es. >>>Internet Retailer

Amazon gibt Übernahmepläne für den Hersteller von Lern-Apps TenMarks bekannt. Damit könnte man das hauseigene Kindle Fire-Tablet für Schüler und Lehrer interessanter machen. >>>Internetworld.de

Rakuten expandiert nach Spanien. Der Online-Marktplatz umfasst über 700.000 Produkte. Vor allem die lokale Wirtschaftsstruktur brachte Rakuten dazu, sich in Spanien zu engagieren. Die Wirtschaft werde vornehmlich von kleinen und mittleren Unternehmen getrieben. Das E-Commerce-Business benötige Lösungen, die dazu passen. Und weil es die bislang noch nicht gab, hätten 80 Prozent der lokalen Händler bislang den Vertriebskanal Internet noch nicht genutzt. >>>per Mail

Vente-Privee hat sein 13. Auslieferungslager in Beaune eröffnet. Dieses soll sich ganz auf den Versand von Wein konzentrieren. Bislang betreibt Vente-Privee acht Lager in Frankreich, zwei in Deutschland und jeweils eines in Spanien und Italien. Insgesamt werden dort 550 Mitarbeiter beschäftigt. >>>Internet Retailing

- BACKGROUND -

Weiterbildung: Der ungebremste E-Commerce-Boom eröffnet auch immer mehr Logistikern neue Tätigkeitsfelder. Ein berufsbegleitender Weiterbildungslehrgang soll nun praxisnahes Wissen und Fähigkeiten zur Steuerung von Logistikprozessen im interaktiven Handel vermitteln. >>>Internetworld.de

Online-Modehandel: Online-Modeshops wie beispielsweise Zara glauben stark an die emotionale Kraft von Produktbildern und vernachlässigen dabei Produktbeschreibungen. Dass dies nicht gut ist, zeigt eine Untersuchung der Universität Reutlingen. Mehr Textinformationen steigern die Einschätzung der Produktqualität, der Modernität und der Emotionalität. >>>Innovations-Report.de

Musikbranche: Im Musikgeschäft ist das Plus im Digitalgeschäft erstmals größer als das Minus bei physischen Tonträgern wie CDs, ermittelten die Marktforscher von PricewaterhouseCoopers (PwC). Bis 2017 erwarten die Berater ein Marktwachstum von je 0,8 Prozent pro Jahr. >>>Wiwo.de

Smart-TV-App: Agenturen, Payment-Dienstleister und Techniksspezialisten sowie Online-Händler suchen nach Wegen, wie internetfähige Fernseher als Abverkaufskanal genutzt werden können. Michael Enzenauer von MEKmedia zeigt, welche Schritte grundsätzlich einzuhalten sind. >>>wuv.de

- ZAHL DES TAGES -

Mit 215 Millionen aktiven Kunden kann Amazon klotzen. Da wundert es nicht, dass es dem Unternehmen inzwischen gelungen ist, Luxuskosmetikmarken, die es normalerweise gewohnt sind, ihren stationären Vertriebspartnern dezidiert vorzuschreiben, mit welcher Geste das Produkt der Kundin zu überreichen ist, für sich zu gewinnen. 215 Millionen aktive Kunden machen ein Umfeld eben auch attraktiv - auch ohne überinspiriertes Webdesign. >>>Luxurydaily.com

- GEHÖRT -

"Es ist nicht die Aufgabe der Händler, sich auf einen Kanal zu spezialisieren. Ihr Job ist es, Kleidung zu verkaufen und den Kanal einfach nur zu gebrauchen."
Jaques-Antoine Granjon, Gründer und Chef von Vente-Privee, glaubt, dass reine Online-Händler aussterben werden, weil es einfach keinen Sinn mache, nicht irgendwo einen Flagship-Store zu eröffnen. Er selbst allerdings hegt keine Multichannel-Pläne: "Das wäre schlecht für unser Image und das Image der Marken." >>>DiePresse.com

"Wenn man sich den europäischen Schuh- und Modehandel anschaut (...), ist Zalando eine echte Macht, die sogar Amazon das Leben schwer macht. Und das ist nicht so schlecht für Leute, die kaum älter als 30 Jahre sind."
Handelsexperte Hagen Seidel hat ein Buch über Zalando geschrieben. "Schrei vor Glück" ist dieser Tage im Orell Füssli Verlag erschienen. >>>Derwesten.de

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