INTERNET WORLD Logo Abo
Amazons Werbeumsatz steigt
Sonstiges 05.06.2013
Sonstiges 05.06.2013

Amazons Werbeumsatz steigt Lukratives Nebengeschäft

Vermutlich wird der Verkauf von Werbeplätzen wohl niemals zum Hauptgeschäft von Amazon werden, aber er zahlt sich auf jeden Fall aus: Allein in diesem Jahr erwarten die Analysten einen Gesamtwerbeumsatz von über 800 Millionen US-Dollar.

Dass das Werbegeschäft Amazon nicht gleichgültig ist, konnte man an den neuen Strategien des Unternehmens in den vergangenen Jahren ablesen. Während Amazon im Jahr 2012 einen Netto-Umsatz von 610 Millionen US-Dollar mit Werbung weltweit erzielte, soll die Summe dieses Jahr noch ansteigen. In einer Prognose rechnet das Unternehmen eMarketer mit einem welteiten Gesamtwerbeumsatz von 835 Millionen US-Dollar (zum Vergrößern auf die Grafik klicken).

Den größten Umsatz erzielen dabei Anzeigen, die in oder bei den Suchergebnissen der Artikelsuche auf Amazon platziert werden; zudem spült auch Display-Werbung, die über Amazons Anzeigennetzwerk oder eigene Seiten verbreitet wird, einiges in die Kassen des Internetmarktplatzes.

Wichtigster Markt sind die USA: Dort konnte Amazon im vergangenen Jahr einen Anzeigenumsatz von 450 Millionen US-Dollar verbuchen. eMarketer rechnet im laufenden Jahr mit einem Nettoanzeigenumsatz von 660 Millionen US-Dollar. Bis 2015 soll der US-Umsatz dann schon bei 1,1 Milliarden US-Dollar liegen.

Für die Berechnung dieser Prognosen bezieht sich eMarketer auf Informationen, die den Finanzberichten des Unternehmens zu entnehmen sind, sowie den bekannten Werbestrategien und den Aussagen von Mitarbeitern Amazons. Das Unternehmen selbst führt in seinen Finanzberichten die Anzeigenumsätze nicht gesondert auf, sondern summiert sie unter "sonstige Umsätzen".

Als Herausforderung für Amazon identifiziert eMarketer die Verlagerung des Kundeninteresses auf mobile Kanäle, die sich auch bei der Auslieferung von Werbung bemerkbar machen könnte. Zwar sei Amazon bereits im mobilen E-Commerce etabliert; von Kundenseite bestehen gegenüber dem mobilen Shopping immer noch Ressentiments. Auch etwaige Reaktionen der Konkurrenz könnten die Umsatzentwicklung der Werbung auf Amazon gefährden - wenn beispielsweise Internetgiganten wie Google Partnerschaften mit Konkurrenzunternehmen schließen.

Im März 2013 hatte Amazon eine Schnittstelle für mobile Anzeigen eingerichtet, über die Entwickler Ads in ihre Apps einfügen können. Mit Hilfe der Kundendaten will das Unternehmen noch zielgerichteter die Werbung an die Verbraucher ausliefern.

Das könnte Sie auch interessieren