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Winter
Sonstiges 07.05.2013
Sonstiges 07.05.2013

IFH-Konjunkturindizes April 2013 Bei Kälte lieber vom Sofa aus einkaufen

Wir haben es alle geahnt: Dieser März war so kalt wie schon seit 100 Jahren nicht mehr. Das kalte Wetter hat auch den stationären Händlern zu schaffen gemacht, die mit Umsatzeinbrüchen kämpfen mussten. Der Online-Handel hat vom langen Winter sogar profitiert.

Vor allem die stationären Händler hatten mit Umsatzeinbrüchen wegen des langen Winters zu kämpfen. Das ergab der Konjunkturindex Handelskix des IFH Institut für Handelsforschung in Köln für den Monat April. Demnach gaben mehr als 60 Prozent der befragten Händler an, dass der lange Winter ihren Umsatz negativ beeinflusst habe. Die Onlinehändler zeigen sich hingegen weit weniger vom schlechten Wetter betroffen, einige melden sogar Umsatzzuwächse.

Lediglich ein Viertel der befragten Onlinehändler verzeichnete Umsatzeinbußen wegen des Wetters, die Mehrheit (43,1 Prozent) gab an, keinerlei Auswirkungen zu spüren und knapp ein Drittel verzeichnete sogar Umsatzzuwächse von durchschnittlich 15,1 Prozent. Dass einige Konsumenten bei schlechtem Wetter lieber bequem von zu Hause aus einkaufen, bestätigt auch die Befragung der Online-Shopper. So gab rund ein Drittel der Befragten an, bei schlechtem Wetter lieber online als im stationären laden einzukaufen, die Mehrheit (53,9 Prozent) lässt sich vom Wetter jedoch nicht in ihrem Einkaufsverhalten beeinflussen.

Insgesamt hat sich die Stimmung der Händler leicht verschlechtert. Der Index zur aktuellen Lage des stationären Handels verliert im April erneut Punkte und landet bei einem Wert von 87,5 Indexpunkten. Die Händler beurteilen ihre Lage im April damit negativer als noch im März. Nur 23,7 Prozent ziehen eine positive Bilanz. Auch bei den Online-Händlern herrscht gedrückte Stimmung: Dort beurteilen 36,4 Prozent ihre Geschäftslage negativ, während nur 30 Prozent guter Dinge sind. Das Stimmungsbarometer erreicht 93,2 Indexpunkte und entfernt sich weiter von der neutralen 100-Punkte-Marke. Die Stimmung ist damit etwas schlechter als in den Monaten zuvor und deutlich schlechter als im Vorjahr (Minus 11,5 Punkte).

Für die Konjunkturindizes befragt das IFH Köln monatlich Händler und Konsumenten in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandelsverband HDE und der Hermes Logistik Gruppe Deutschland zur derzeitigen Lage des Handels. An der aktuellen Umfrage haben 609 Onlinehändler, 401 stationäre Händler sowie 1.573 Online-Shopper teilgenommen.

Einer ECC-Umfrage zum Einkaufsverhalten zufolge macht den Konsumenten das Einkaufen im stationären Laden immer noch mehr Spaß als im Web. Aber der Internet-Handel holt langsam auf.

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