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Sonstiges 20.11.2012
Sonstiges 20.11.2012

Die E-Commerce-Trends des Tages - 20.12.2012 Jack Wolfskin verbietet eBay-Vertrieb

Mit Jack Wolfskin gibt es nach Adidas & Co. wieder einen Hersteller mehr, dem in Sachen Preisstrategie nichts anderes einfällt, als den Vertrieb auf Auktionsplattformen wie eBay zu untersagen. Nicht fein genug, rümpfen die Marketing-Verantwortlichen bei Jack Wolfskin die Nase. Und eine Studie von MarkMonitor dürfte noch Wasser in ihren Mühlen sein. Die besagt nämlich, dass jeder fünfte Schnäppchenjäger im Web auf Seiten mit gefälschten Produkten landet. Wir basteln gerade an einer Liste der E-Commerce-feindlichsten Markenhersteller - und sind dabei auf das Wissen der Branche angewiesen. Alle Informationen, die Sie uns gerne per Mail an daniela.zimmer@internetworld.de schicken können, behandeln wir natürlich streng vertraulich.

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- NEWS -

Jack Wolfskin folgt in die Fußstapfen von Adidas & Co. und will den Vertrieb seiner Produkte auf Auktionsplattformen wie eBay untersagen. Man wolle nur auf Verkaufskanälen präsent sein, die "sowohl der hohen Qualität der Produkte als auch den hohen Erwartungen der Kunden entsprechen", heißt es - man hätte auch "den Preisvorstellungen des Herstellers" hinzufügen können. Jetzt soll systematisch gegen Händler aus Deutschland und Österreich vorgegangen werden, die auf diesen Plattformen mit Jack-Wolfskin-Produkten handeln.

Getgoods hat große Pläne für die Zukunft: Man wolle neue, margenstärkere Produktgruppen aufbauen, darunter Weiße Ware, Spielzeug, Freizeit-, Garten- oder Baumarktartikel. Darüber hinaus soll TV- und Printwerbung den Bekanntheitsgrad der Marke erhöhen. Auch eine eigene elektronische Einkaufsplattform im Internet ist geplant, was für Media-Saturn, die dem Vernehmen nach die Übernahme von Getgoods planten, nicht ganz unspannend wäre. In den ersten neun Monaten des Geschäftjahres 2012 hat Getgoods Umsätze in Höhe von 279,4 Millionen Euro erzielt - 31,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis lag bei 6,8 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt der Elektronikversender einen Gesamtumsatz von 400 Millionen Euro an. >>>Channelpartner via Exciting Commerce

- INTERNATIONAL -

OfficeMax lässt Online-Kunden die bestellte Ware künftig noch am gleichen Tag in den Filialen abholen. Der Service ist allerdings nur für ausgewählte Produkte in ausgewählten Filialen verfügbar. >>>Retail Info System News

Für Neckermann Österreich gibt es laut der Insolvenzverwalter Norbert Scherbaum und Clemens Jaufer von Seiten TopAgers bereits ein konkretes Übernahmeangebot. Ein Großteil der 300 Mitarbeiter am Standort Graz soll weiterbeschäftigt werden.

Amazon hat zwei Wochen nach dem Launch einer monatlichen Bezahloption für den Gratis-Lieferdienst Prime das Projekt wieder eingestellt. Wie in Amazons Kommunikationsstrategie üblich, bleiben die Gründe dafür im Dunkeln. Man teste regelmäßig neue Optionen für die Kunden, ließ der Versandhausriese TechCrunch wissen. Und zum gegenwärtigen Zeitpunkt würde man keine Anmeldungen mehr für diesen Service entgegennehmen. >>>TechCrunch

- BACKGROUND -

Wie Googles Hotelfinder den Aggregatoren-Tod einleitet - iBusiness hat vier Szenarien für die Zukunft entwickelt. >>>ibusiness.de (nur für Abonnenten)

Online-Supermärkte scheitern an der Anschlussfinanzierung, konstatiert E-Commerce-Berater Jochen Krisch auf seinem Blog "Exciting Commerce". Was heute Supermarkt.de zu schaffen macht, musste in der Vergangenheit auch der Schweizer Lebensmittelversender LeShop zweimal überstehen. Das einzige Segment, in das Investoren Geld stecken, seien aktuell Lieferungen im Abo, so sein Fazit. >>>Exciting Commerce

Die Forschungsgruppe Retourenmanagement will innovative Problemlösungsansätze entwickeln und dafür Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis besser aufeinander abstimmen. Retourenmanagement-Entscheidungsträger sind aufgerufen, an einer entsprechenden Umfrage teilzunehmen, um die drängendsten Retourenmanagement-Probleme zu eruieren und bestehende Forschungslücken zu schließen. Bis zum 7. Dezember steht die Umfrage online. >>>Internet-Handel.org

Jeder fünfte Schnäppchenjäger in den USA und Europa hat bei der Suche nach günstigen Angeboten unbeabsichtigt schon mal auf E-Commerce-Seiten eingekauft, die gefälschte Produkte anbieten. Das ermittelte der Spezialist für Markenschutz, MarkMonitor, im Rahmen seines aktuellen "MarkMonitor Shopping Report". Zusammen mit dem Marktforscher Nielsen analysierte das Unternehmen über einen Zeitraum von neun Monaten das Konsumverhalten anonymisierter Verbraucher. >>>Unternehmensmitteilung

- ZAHL DES TAGES -

Waren in Höhe von 29.000 Euro in 150 Sekunden zur Kasse bringen - wobei selbst die einkaufsfanatischste Frau Schwierigkeiten haben dürfte, ist einem Facebook-Fan von Saturn im Rahmen der Facebook-Marketing-Aktion "All you can schlepp" gelungen. Ein 27-jähriger Mann aus Bensheim hatte sich gegen 40.000 andere Technikbegeisterte durchgesetzt und wurde für seine Mühe mit 150 Sekunden Gratis-Shopping belohnt. Jetzt gehören ihm mehrere Notebooks, Spiegelreflex-Kameras und Smartphones sowie ein Kühlschrank. >>>Unternehmensmitteilung

- GEHÖRT -

"Food-Online wird in Deutschland auf Dauer kein Erfolgsmodell."
Prof. Dr. Dirk Morschett von der Universität Fribourg schätzt den Marktanteil von E-Food bis zum Jahr 2022 auf gerade einmal vier Prozent. Das größte Potenzial haben Drive-Ins - reich werden könne man damit aber auch nicht. >>>Etailment

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