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Mitarbeiter-Exodus bei Rocket Internet
Sonstiges 19.12.2011
Sonstiges 19.12.2011

Mitarbeiter-Exodus bei Rocket Internet Inkubator im Umbruch

Aufbruchstimmung bei Rocket Internet - nur sind es in diesem Fall die Mitarbeiter, die aufbrechen und den Inkubator der Samwer-Brüder verlassen. Nach Mitgründer Christian Weiß geht nun auch Florian Heinemann, Geschäftsführer für Onlinemarketing und Produktentwicklung.

Heinemann werde Rocket Internet in dem kommenden drei Monaten verlassen, berichtet deutsche startups. Von 130 Mitarbeitern gingen 20, ein Anteil von 15 Prozent des Teams. Bei den Abgängen handelt es sich um wichtige Mitarbeiter: Mitgeschäftsführer Uwe Horstmann verließ das Unternehmen ebenfalls schon im Sommer 2011. Weiß, einer der Geschäftsführer, gründet mit neun Ex-Rocket-Entwicklern ein neues Start-up.

Techcrunch zufolge sind es sogar bis zu 40 Mitarbeiter, die Rocket Internet den Rücken kehren. "Viele gehen - und diejenigen, die bleiben, haben Rocket bereits mental verlassen", wird ein Investor zitiert. In einer Stellungnahme teilte Oliver Samwer mit, das Unternehmen wachse sehr schnell - und die Zahl seiner Mitarbeiter ebenso.

Worin liegt der Grund für den Exodus? Möglicherweise verändert sich durch die Entwicklung von Rocket Internet zu einem globalen Internetkonzern die Unternehmenskultur. Gestartet als Inkubator, der mit den jeweiligen Gründern E-Commerce-Ideen aus den USA nach Deutschland bringt, ist das Unternehmen inzwischen weltweit aktiv. Die Firma habe sich zur "Fabrik" entwickelt, so Techcrunch, unter den Neuzugängen seien mehr Manager als Unternehmer. Ein Einstieg des russischen Investors Digital Sky Technologies, der auch Anteile an Facebook hält, sei zur Finanzierung weiterer Gründungen denkbar.

Zu den bekanntesten Rocket-Internet-Projekten zählen der Schuhhändler Zalando, das an Groupon verkaufte CityDeal und der Onlinemarktplatz für Privatunterkünfte Wimdu.

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