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Sonstiges 09.12.2011
Sonstiges 09.12.2011

Tipps fürs Mailmarketing Wie Sie hohe Öffnungsraten erzielen

Mailmarketing ist einer der wichtigsten Bereiche im Onlinemarketing. Worauf Unternehmen achten sollen, damit ihre Post die Adressaten nicht nur erreicht, sondern das Potenzial auch voll ausgeschöpft wird, erklärt der Mailmarketingspezialist optivo.

Abonnenten zeitweilig "pausieren" lassen

Weihnachtszeit ist Urlaubszeit. In Vorbereitung auf das hektische Jahresendgeschäft kann sich eine temporäre Abwesenheitsfunktion für den Marketer als wichtige Maßnahme für zufriedene Nutzer erweisen. Zugleich wird durch eine solche Funktion die Abmelderate deutlich „geschont“, da die Abonnenten im Zweifel lieber pausieren als sich komplett abzumelden.

In der Praxis wird die Abwesenheitsfunktion mithilfe von Zielgruppen erstellt. Um die temporär abwesenden Nutzer zu filtern und nicht anzuschreiben, müssen im E-Mail-Verteiler lediglich die Datenfelder "Urlaub Start" und "Urlaub Ende" hinterlegt sein. Anfang und Ende der Abwesenheitsnotiz können die Empfänger über ein kurzes Formular, das aus jeder E-Mail heraus verlinkt werden kann, selbst eingeben.

Keine Noreply-Versandadressen verwenden

Wer E-Mail-Marketing betreibt, sollte dazu bereit sein, jederzeit in einen Dialog mit den eigenen Kontakten zu treten. Viele Empfänger antworten instinktiv immer wieder auf die verwendete Versandadresse. Häufig wollen die Nutzer nur eine einfache Frage stellen, die sie noch von einem Kauf oder einer Bestellung abhält. Hierfür keinen Dialog zu ermöglichen, wäre geradezu fahrlässig.

Vermeiden Sie deshalb in Ihrem Newsletter-Versand unbedingt noreply@-Adressen. Das gilt auch für Bestätigungsmails zur Aktivierung von E-Mail-Abonnements. Unabhängig davon, welche Versandadresse Sie wählen, sollten Sie eingehende Reply-E-Mails automatisiert an einen Sachbearbeiter oder eine Mitarbeitergruppe weiterleiten.

Kontinuierlich hohe Öffnungsraten sicherstellen

Dauerhaft hohe Öffnungsraten sind eine Herausforderung für jeden E-Mail-Marketer. Unabhängig von den Inhalten und gestalterischen Akzenten können Sie die Öffnungsrate durch folgende fünf Maßnahmen optimieren:

  • Absendernamen und Betreffzeilen: Das A und O ist eine vertraute, positiv besetzte Absenderkennung, kombiniert mit interessanten und aktivierenden Betreffzeilen.
  • Versandfrequenz: Häufig werden Newsletter einfach zu oft versendet. Ein mehrmaliger Versand pro Woche führt bei vielen Nutzern zwangsläufig zu Ermüdungserscheinungen.
  • Versandzeitpunkt: Wer sicher gehen will, dass der eigene Newsletter nicht ungelesen versandet, muss sich Gedanken über den optimalen Versandzeitpunkt machen. Je nach Branche und Zielgruppe sowie einer Reihe weiterer Faktoren gibt es hier teils beträchtliche Unterschiede. Den idealen Versandzeitpunkt ermittelt man am besten durch regelmäßige Tests.
  • E-Mail-Verteiler: Empfängerlisten sollten kontinuierlich durch neue Permission-basierte E-Mail-Adressen aufgefrischt werden.
  • Spam-Tests: Prüfen Sie vor jeder Aussendung, ob Ihre Newsletter womöglich in weit verbreiteten Spam-Filtern wie SpamAssassin landen.

Ermöglichen Sie eine Selbstverwaltung von Nutzer-Interessen

Modernes E-Mail-Marketing lässt den Nutzern möglichst viel Spielraum. Der Schlüssel zu einer möglichst weitgehenden Berücksichtigung der Nutzer-Präferenzen liegt in der so genannten Profil-Selbstverwaltung. Der Marketer fragt die Interessen und Wünsche der Nutzer gezielt ab und bedient die unterschiedlichen Informationswünsche. Der Abonnent bestimmt also selbst, über welche Themen er informiert wird, in welchen Abständen er einen Newsletter erhält oder durch welchen Kanal er angesprochen wird.

Die Profil-Selbstverwaltung („Preference Center“) ist nichts anderes als ein Online-Formular, das es dem Nutzer erlaubt, seine E-Mail-Adresse sowie persönliche Informationen einzugeben und regelmäßig anzupassen. Das Formular wird einfach aus jeder E-Mail heraus verlinkt. Viele Marketer stellen die Profil-Selbstverwaltung bereits bei der Newsletter-Anmeldung zu Verfügung, wobei aber immer das Gebot der Datensparsamkeit gelten sollte. Am besten "funktioniert" dieses Angebot im Rahmen von Begrüßungsserien unmittelbar nach der Newsletter-Anmeldung, um die persönlichen Vorlieben im Zusammenspiel mit dem Neuabonnenten schrittweise auszusteuern.

Mit Opt-Down Abmelderaten reduzieren

Beziehen Sie Nutzer-Meinungen in Ihr E-Mail-Marketing ein

Das Ziel eines jeden Marketers ist es, die in dem eigenen Newsletter veröffentlichten Informationen und Angebote ins beste Licht zu rücken. Hierfür sind unerlässlich: hochwertige Abbildungen, prägnante Beschreibungen und attraktive Preise. Doch noch überzeugender sind positive Erfahrungsberichte und Empfehlungen zufriedener Kunden – also von Kunden abgegebene Kommentare und Meinungen. Solche Berichte aus der Praxis besitzen eine besonders hohe Glaubwürdigkeit und schaffen Vertrauen bei potenziellen Käufern.

Wie sich der E-Mail-Marketer brauchbaren Content beschaffen kann? Viele Unternehmen behelfen sich mit den Kommentaren aus ihren Facebook-Fanpages und Verbraucher-Foren. Zugleich besteht immer die Möglichkeit, Kunden per Newsletter und Social Media um Erfahrungsberichte und persönliche Einschätzungen zu bitten. Wichtig: Auch für die Veröffentlichung von User Generated Content ist immer die entsprechende Erlaubnis erforderlich!

Opt-Down, um Abmelderaten erfolgreich zu reduzieren

Nutzer, die sich von einem Newsletter abmelden, kommen selten zurück. Häufig melden sich die Abonnenten ab, da die Versandfrequenz schlichtweg zu hoch ist. Doch wie lassen sich solche Unsubscribes effektiv reduzieren?

Das Zauberwort für deutlich niedrigere Abmelderaten heißt "Opt-Down". Neben der unwiderruflichen Newsletter-Abmeldung sollte der E-Mail-Marketer immer auch eine geringere Versandfrequenz anbieten. Abmeldewillige Abonnenten werden hierfür auf eine Landing Page geleitet, wo sie die Newsletter-Frequenz oder auch das E-Mail-Format anpassen können. Meist wird das Angebot, von einem wöchentlichen auf einen monatlichen Newsletter zu wechseln, gerne angenommen. Bei den Formaten kann beispielsweise ein Online-Händler in seinem Abmeldebereich goldene Brücken bauen, indem er neben einem Topseller-Newsletter auch einen Newsletter mit Produktneuheiten anbietet.

Transaktionsmails werblich nutzen

Transaktionsmails sind E-Mails, die durch Käufe, Nutzeranfragen sowie vergleichbare Aktivitäten angestoßen und automatisiert versandt werden. Transaktionsmails sind beispielsweise Anmelde- und Bestellbestätigungen, Statusmeldungen oder Versandbenachrichtigungen. Das werbliche Potenzial von Transaktionsmails basiert darauf, dass die Nutzer diese Art der E-Mail-Kommunikation meist erwarten – entsprechend hoch sind die Öffnungsraten.

Aktivieren Sie das Werbepotenzial von Transaktionsmails durch gestalterische Elemente wie Logos, saisonale Aktionsbanner und Call-to-Action-Buttons. Empfehlenswert ist ein behutsames Branding auf HTML-Basis, wobei das Layout und die grafische Anordnung nicht allzu stark in den Vordergrund rücken sollten, damit der informatorische Charakter dieser E-Mail-Gattung erhalten bleibt. Ihr volles Potenzial spielen Transaktionsmails durch gezieltes Cross- und Up-Selling aus. Hierfür können Sie in Ihren Transaktionsmails mit Maß und Ziel ergänzende Produkte und Angebote präsentieren bzw. über höherpreisigere Produktsegemente informieren.

Wichtig: Auch bei Transaktionsmails sollten Sie darauf achten, dass die rechtlichen Voraussetzungen für die Zusendung werblicher E-Mails erfüllt werden.

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