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Abmahnungen im Onlinehandel gehen zurück (Foto: istock.com/froxx)
Sonstiges 05.10.2011
Sonstiges 05.10.2011

Abmahnungen im Onlinehandel gehen zurück Händler machen Fehler bei Widerrufsbelehrung

Die Abmahnwut gegenüber Onlinehändlern flaut merklich ab. Seit 2007 ging die Zahl der Abmahnungen um ein Drittel zurück, stellt eine Studie fest. Häufigster Grund für Abmahnungen seien Fehler in der Widerrufsbelehrung.

Onlinehändler erhielten in diesem Jahr durchschnittlich 1,4 Abmahnungen. Vor vier Jahren lag die Zahl der Abmahnungen dagegen im Schnitt noch bei 2,1. Vor allem rechtsmissbräuchliche Abmahnungen gingen deutlich zurück: Waren im Jahr 2009 noch 6,25 Prozent aller Abmahnungen, sind es 2011 nur noch 0,85 Prozent. Eine Ursache dafür ist nach Einschätzung der Experten von Trusted Shops, dass keine neuen Massenabmahner mehr im Markt aufgefallen seien.

Die Onlinehändler scheinen inzwischen deutlich mehr auf die Einhaltung von Verbraucherrechten zu achten, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Abmahnungen haben in vielen Fällen für den Betreiber gravierende Folgen:  51 Prozent der für die Studie befragten Onlinehändler gaben an,  dass Abmahnungen ihre Existenz bedrohen könnten. Im Jahr 2009 lag der Prozentsatz  noch rund zehn Prozent niedriger. Im Durchschnitt fügt eine Abmahnung dem betreffenden Anbieter einen finanziellen Schaden in Höhe von 5.300 Euro zu.

Die häufigsten Gründe für eine Abmahnung seien eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung (28,5 Prozent), Verletzungen von Markenrechten (12 Prozent), Urheberrechtsverletzungen (9,5 Prozent), fehlerhafte Preisangaben (9 Prozent) und Fehler in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (7,1 Prozent).

Für die Studie „Abmahnungen im Online-Handel“ befragte der Shop-Zertifizierer Trusted Shops mehr als 500 Shopbetreiber. Die kompletten Studienergebnisse stellt Trusted Shops bereit.

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