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Sonstiges 14.03.2012
Sonstiges 14.03.2012

Die E-Commerce-Trends des Tages - 14.03.2012 H&M verknüpft Fernsehen und Online-Kommerz

Eigentlich hat H&M auch im europäischen Webshop noch genügend Hausaufgaben zu erledigen, doch jetzt zieht es die Schweden erst einmal in die USA. Dort ist der Textilfilialist Teil einer Jury für ein Reality-TV-Format für angehende Designer auf NBC und verkauft die Gewinnermode dann online - und zwar nur einen Tag später. Darüber hinaus macht Spartoo dem Konkurrenten Zalando den Titel um den Online-Schuhkönig Europas streitig, Fressnapf könnte den französischen Online-Zooshop Wanimo gekauft haben und PayPal sieht die Sache mit Hardcore-Pornos jetzt doch nicht mehr so streng.

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- NEWS -

Spartoo ist der eigentliche König im europäischen Online-Schuhhandel, sagt sein CEO Boris Saragaglia im Interview mit der "Absatzwirtschaft". Der Umsatz 2011 liege bei rund 100 Millionen Euro, monatlich zählt das Portal zwölf Millionen Besucher. Auch interessant: Ein Drittel des Umsatzes wird über Schlussverkäufe generiert. >>>Absatzwirtschaft

H&M hat erstmals Pläne für den Online-Verkauf in den USA: Auf dem US-Sender NBC startet die neue Show "Fashion Star", in der junge Modedesigner eine Jury aus Einkäufern von Retailern wie H&M, Saks Fifth Avenue und Macy's von sich überzeugen müssen. Der Gewinner darf seine Mode unter dem Motto "Watch it today, shop it tomorrow" gleich am nächsten Tag verkaufen - in ausgewählten stationären Läden sowie online über H&M und Macy's. H&M, der in den USA noch keinen eigenen Webshop betreibt, startet dafür einen eigenen Auftritt unter HMFashionStar.com. >>>Internet Retailer

Eyemade, der selbst ernannte "H&M für Brillen", hat eine neue Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Mobafone steigt als neuer Gesellschafter bei dem Internet-Optiker ein und bringt neben frischem Kapital auch Online-Marketing-Know-How mit. >>>Deutsche-Startups.de

Wanimo, die französische Online-Handlung, die eigenen Angaben zufolge Europas Nummer zwei hinter Zooplus ist, wurde für 18 Millionen Euro an einen unbekannten Käufer verkauft. E-Commerce-Berater Jochen Krisch hält Fressnapf für einen potenziellen Abnehmer. >>>Exciting Commerce

Pinterest hat angekündigt, in Kürze die Nutzerprofile zu verhübschen. Außerdem sollen die Nutzer des Bilder-Bookmarking-Dienstes dann auch Videos pinnen dürfen. Und auch eine iPad-App sei in der Mache. >>>CNet.com

B2B-Händler, die online ausschließlich an Unternehmer verkaufen und damit Widerrufsrechte ausschließen und Gewährleistungsrechte einschränken möchten, müssen durch eigene Prüfungen sicherstellen, dass es sich bei den Käufern wirklich um Unternehmer handelt. Ein bloßer Hinweis, dass nur an Gewerbetreibende verkauft wird, reicht nicht, urteilte das Oberlandesgericht Hamm. >>BVH Blog

Paypal ist wegen seines Bannes von erotischen E-Books, die sich um Sodomie, Vergewaltigung, Inzest und Sex mit Minderjährigen drehen, bei Autoren, E-Publishern und Verfechtern des Rechts auf freie Meinungsäußerung so unter Druck geraten, dass die Firmenpolitik jetzt wieder geändert wurde. Betroffen seien vor allem Bücher mit derartigen Bildern, Texte dieser Art dürften weiterhin mit PayPal bezahlt werden. >>>CNet.com

Walmart will seinen Kunden dabei helfen, ihren DVD-Bibliothek zu digitalisieren. Zwischen zwei und fünf US-Dollar müssen Kunden für den Dienst berappen. Die digitalen Filme werden dann in einer Cloud gespeichert und sollen über alle Arten von Endgeräten abgerufen werden können. >>>WSJ.com

Softwarebilliger.de vertreibt nach Ansicht von Microsoft gefälschte Marken-Software über seine Website. Weil laufende Ermittlungen und eine gerichtliche Anordnung dem Treiben keinen Riegel vorschieben, würde der Softwarehersteller jetzt selbst öffentlich vor Softwarebilliger.de warnen. Softwarebilliger.de wehrt sich gegen die Vorwürfe und kündigt seinerseits rechtliche Schritte gegen die Rufschädigung an. >>>Heise.de

Digital Playground, einer der fünf größten Pornografieproduzenten in den USA, wurde Opfer der bis dato unbekannten Hackergruppe The Consortium. Auf vier Servern des Unternehmens fanden die Hacker eigenen Angaben zufolge über 72.000 Benutzerdaten und die Kreditkartendaten von über 40.000 zahlenden Besuchern. Diese würden aber nicht missbraucht werden, versicherten die Hacker in ihrem Bekennerschreiben. >>>Heise.de

- BACKGROUND -

Apple's Siri wird für viele iPhone-Besitzer zum unentbehrlichen Shopping-Helfer. Laut einer Studie von Catapult Marketing nutzen 39 Prozent der US-Konsumente Siri, um nach Gutscheinen oder Deals zu suchen, oder signalisieren zumindest Interesse daran. 35 Prozent vergleichen mit Siri die Preise an Regalen, 29 Prozent überprüfen die Verfügbarkeit von Produkten in anderen Läden. >>>emarketer.com

Smartphone-Shopper sind untreue Gesellen, zeigt eine Studie von AisleBuyer. Drei von vier Handybesitzern würden demnach ihre bevorzugte Marke wechseln, wenn ihnen auf ihrer Einkaufstour in stationären Läden in Echtzeit ein mobiles Schnäppchen der Konkurrenz offeriert würde. Die höchste Wankelmütigkeit identifizierten die Studienautoren bei den 25- bis 34-Jährigen. >>>Bizreport.com

Das neue iPad stellt App-Publisher mit seinem Retina-Display vor neue Herausforderungen. Während die Texte in vorhandenen Apps automatisch an die schärfere Bildschirmdarstellung angepasst werden, müssen App-Publisher an ihre Oberflächen und Bilder noch einmal neu Hand anlegen. Das Problem dabei: Für das iPad 3 optimierte Apps sind auch deutlich größer. Sie verschlingen mehr Speicherplatz und erfordern längere Downloadzeiten. >>>CNet.com

Eiscreme, Autos und Pizza sind die Dinge, die sich weibliche Facebook-Mitglieder auf Facebook eigenen Aussagen zufolge am meisten wünschen, ermittelte der Social-Intelligence-Spezialist Netbase. Männer sehen das ähnlich - nur in anderer Reihenfolge. Hier kommen Autos vor Pizza und Eiscreme. >>> All Facebook

Facebook-Ads sind laut einer aktuellen Payvment-Analyse offenbar ein wirkungsvolles Instrument, um Facebook-Mitglieder in die F-Stores zu locken. Bei einer Befragung von 100.000 Retailern mit weniger als 500 "Likes" auf Facebook gaben 40 Prozent an, Facebook-Ads zu nutzen. 70 Prozent davon würden dies auch wieder tun. >>>All Facebook

F-Commerce kann funktionieren, wenn man nicht einfach nur den vorhandenen Webshop im Social Web klont und somit Redundanz schafft, glaubt - naturgemäß - der Social-Commerce-Dienstleister Venpop. Die wichtigste Frage, die Händler beantworten sollten, bevor sie einen Shop auf Facebook starten, lautet: "Warum soll ich hier einkaufen?" Doch es gibt noch mehr Erfolgskriterien. >>>Social Commerce Today

F-Commerce II: 16 Prozent von insgesamt 100 größeren US-Händlern, die die E-Tailing Group einem Mystery Shopping unterzog, ließen Kunden auf Facebook die eigenen Produkte kaufen. Jeder zweite stellte seine Produkte in dem Social Network wenigstens vor. Allerdings geben auch die US-Marktforscher zu: Einen großen Return of Investment sehen die wenigsten Händler in ihren Facebook-Engagements. >>>Internet Retailer

- ZAHL DES TAGES -

177 E-Mails verschickten die 100 größten US-Händler im Schnitt im vergangenen Jahr an ihre Kunden. Das sind mehr als drei Mails pro Woche und 87 Prozent mehr Mails als noch im Vorjahr, ermittelte die Direktmarketing-Agentur Harte Hanks. Big Sender waren vor allem JC Penney mit 590 Mails pro Jahr und Neiman Marcus mit 534 Mails in 2011. >>>Lead Digital

- GEHÖRT -

"When we started, we were about making money work better on the web. This is about making money work better everywhere".
Sam Shrauger, Vice President of Global Product and Experience, stellte auf der "SXSW Konferenz" in Austin einige neue Digital-Wallet-Tools vor, darunter die Möglichkeit, das Zahlungsmittel auch nach dem stationären Einkauf noch innerhalb einer gewissen Frist zu ändern oder die Kombination von Geschenk- und Kreditkarten zur Bezahlung. Die neuen Features sollen ab Mai zur Verfügung stehen. >>>Fast Company

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