INTERNET WORLD Logo Abo
Sonstiges 28.09.2012
Sonstiges 28.09.2012

Die E-Commerce-Trends des Tages - 28.09.2012 E-Commerce wird teurer

Schlechte Nachricht für Webshop-Betreiber: Dauerte es bislang in der Regel schon zwei bis drei Jahre, bevor ein Webshop Profit abwarf, könnte die Zeitspanne künftig noch länger werden. Denn Webshops sollten für die Zukunft mit noch höheren Betriebskosten kalkulieren, wie der E-Commerce-Berater Timo Oelerich von der Schweizer Carpathia Consulting vorrechnet. Derweil gibt Facebook die Hoffnung auf Social Commerce nicht auf und zeigt anhand eines Geschenkeshops, wie die häufig beschworenen anderen Konzepte im Social Commerce aussehen könnten. Und Billiger.de hat angekündigt, künftig auch stationäre Produkte in seinem Preisvergleich zu berücksichtigen.

Die E-Commerce-Trends des Tages liefern wir Ihnen gerne auch jeden Morgen um 7.30 Uhr kurz und prägnant in Ihr E-Mail-Postfach. Hier geht's zum kostenlosen Online-Abo.

- NEWS -

Hornbach will seine E-Commerce-Strategie ausbauen und plant für das kommende Jahr eigene Webshops in Österreich sowie weiteren Auslandsmärkten. "Auf Dauer wollen wir unser gesamtes Sortiment im Internet anbieten, so wie der Kunde dies von uns gewohnt ist, mit unserer Preisgarantie und allem, was dazu gehört, so Holding-Vorstandsvorsitzender Albrecht Hornbach gegenüber "Der Handel". Konkrete E-Commerce-Umsätze würden nicht ausgewiesen, da man nicht analysieren könne, welche Kunden sich online informiert und dann stationär gekauft hätten. >>>Der Handel

Neckermann.de hat auch seinen letzten verbleibenden Interessenten nicht von der Übernahme des Unternehmens überzeugen können. Damit ist das Schicksal des ehemaligen Traditionsversenders besiegelt. >>>Der Handel

Billiger.de will künftig auch Artikel aus dem stationären Handel in sein Preisvergleichsportal integrieren. In den kommenden sechs Monaten soll ein entsprechender Testkunde gefunden werden. Die Vision von Billiger.de-Chef Lorenz Petersen sieht vor, über Tracking-Lösungen die Verfügbarkeit stationärer Ware online anzuzeigen und sie für die Offline-Abholung reservieren zu können. >>>OnetoOne.de

Lotto24.de will in Bälde wieder für sein Glücksspiel-Angebot im Web werben. Geplant sind verschiedene Rich-Media-Formate wie interaktive Banner und Videos, die über Targeting und Real-Time-Bidding ausgesteuert werden sollen. Die Adserving-Technologie dahinter stammt von Adform. >>>OnetoOne.de

Kochzauber bietet ab sofort nach einer vegetarischen Box auch Lebensmittelboxen mit gluten- und laktosefreien Produkten an. Gefördert wird der KommtEssen-Klon von Project A Ventures. >>>Kochzauber-Blog

Das Vergleichsportal Check24 will durch mehr Werbedruck Konkurrenten wie Transparo oder Verivox auf Abstand halten. Der Werbe-Etat für das laufende Jahr soll um 50 Prozent aufgestockt werden. Mit einem zweistelligen Millionenbetrag will sich das Portal vor allem über TV-Werbung neu positionieren. Bis Ende des Jahres will Check24 1,5 bis 1,8 Millionen Verträge vermittelt haben - 50 Prozent mehr als im Vorjahr. vergleichsportale-konkurrenz-macht-check24-nervoes/70096431.html:>>>FTD.de

- INTERNATIONAL -

Die Tiroler Lebensmittelkette MPreis experimentiert mit PayPal und der E-Commerce-Agentur 123boerse in Sachen QR-Shopping. Am Innsbrucker Hauptbahnhof können Kunden zwölf Aktionsartikel aus den Bereichen Mode, Sport und Spielwaren auswählen und nach Hause liefern lassen. >>>Der Handel

Facebook gibt die Hoffnung auf den E-Commerce-Erfolg nicht auf und hat einen eigenen Geschenke-Store auf dem Social Network eröffnet. Darin werden Produkte mit einem Verkaufspreis von unter 50 US-Dollar wie Socken, Plüschtiere oder Starbucks-Geschenkekarten gebündelt. Wird einem Facebook-Mitglied "Happy Birthday" auf die Pinnwand geschrieben, erhalten dessen Freunde von Facebook den Hinweis, dem Mitglied doch über den Geschenke-Store ein Präsent schicken zu lassen. >>>Wired.com

H&M hat den Launch seines US-Webshops auf den nächsten Sommer verschoben. Stattdessen will man Tempo bei der Eröffnung stationärer Filialen machen. >>>WSJ.com

Marks & Spencer will im kommenden Jahr in Castle Donington Großbritannies größtes E-Commerce-Lager eröffnen. Auf rund 900.000 Quadratmetern Fläche sollen 1.000 Mitarbeiter Kleidung und Einrichtungsgegenstände zu Kunden nach Hause und M&S-Läden in Großbritannien liefern. >>>Internet Retailing

Amazon I: Der Versandhausriese arbeitet Branchengerüchten zufolge an einer eigenen Mobile-Payment-Lösung nach dem Vorbild Squares. Zielgruppe seien kleinere Händler, die mit Disagios von 1,9 Prozent geködert werden sollen. Aktuell existierende Angebote verlangen im Schnitt 2,7 Prozent. >>>TechCrunch

Amazon II: Einen Marktplatz für Wein will der Versender ebenfalls eröffnen. Das verriet das Unternehmen im Rahmen eines Workshops vor 100 anwesenden Winzern. Der Marktplatz soll schon in den kommenden Wochen starten. >>>WSJ.com

Airbnb steht dem Vernehmen nach kurz vor dem Abschluss einer dritten Finanzierungsrunde. Damit steuert die Online-Plattform für Privatvermietungen nach Ansicht von Branchenbeobachtern eine Bewertung in Milliardenhöhe an. >>>Internetworld.de

Miinto.com, das stationäre Boutiquen zu einem Online-Netzwerk vernetzt, hat erneut sechs Millionen Euro Risikokapital erhalten. Mit dem Geld sollen neue Technologien entwickelt und neue Märkte erschlossen werden. Aktuell ist Miinto in Norwegen, Schweden, Dänemark und den USA vertreten. Bis Jahresende will man Umsätze in Höhe von 50 Millionen Euro erzielt haben. >>>Internet Retailer

Die Bank of America testet Mobile-Payment-Dienste über QR-Codes. Wollen Kunden einen stationären Warenkorb bezahlen, müssen sie mit ihrem Handy einen entsprechenden QR-Code scannen und so die Bezahlung einleiten. >>>CNet.com

- BACKGROUND -

E-Commerce wird gesamtbetriebswirtschaftlich teurer, warnt Timo Oelerich, Berater bei der Schweizer E-Commerce-Beratung carpathia. Händler müssten sich mehr und mehr über Zusatzleistungen dem Preiskampf entziehen und für den Kunden Mehrwerte generieren, die meist mit Mehrkosten verbunden sind. Darüber hinaus müssen Händler künftig ihren Werbedruck erhöhen, um trotz einer Sättigung bei den Gesamt-Internet-Nutzerzahlen noch eine Steigerung der eigenen Besucherzahlen zu erreichen. Das habe außerdem Auswirkungen auf CPC und CPO. In den kommenden Tagen will der Berater auf dem Carpathia-Blog eine Serie darüber veröffentlichen, mit welchen Hebeln man den eigenen Geschäftserfolg im Internet skalieren kann. >>>Carpathia-Blog

Mit Multichannel ist es in vielen großen Handelsunternehmen schlecht bestellt, zeigt eine Studie vom Institut für internationales Handels- und Distributionsmanagement (IHD) und der Management- und Technologieberatung BearingPoint. 46 Prozent der untersuchten Handelsunternehmen haben keine Cross-Channel-Strategie formuliert, 60 Prozent haben für jeden Vertriebskanal ein eigenes Management und trennen Filial- und Onlinegeschäft strikt. Und 67 Prozent haben kein umfassendes und kanalübergreifendes Bild ihrer Kunden. >>>Pressemitteilung

Wie stellen sich deutsche Elektronik-Gruppen in Sachen Multichannel auf? Shopanbieter.de hat die Strategien von Euronics, Expert, Electronic Partner und PC-Spezialist unter die Lupe genommen. >>>Shopanbieter.de

Für Einsteiger in Sachen Mobile Commerce hat Intershop eine Checkliste mit Erfolgsfaktoren mobiler Webshops zusammengestellt. Der wichtigste davon: Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert. >>>ibusiness.de

- ZAHL DES TAGES -

Fünf Prozent seines Gesamtumsatzes erzielt der Online-Lifestyle-Shop Fab.com in Deutschland inzwischen über Möbel. Man habe den Vorteil gehabt, Kunden über andere Sortimente in den Shop zu ziehen und als ehemaliger Shopping-Club gut zu binden. So habe man sie langsam auch an den Möbelkauf im Web heranführen können, so Fab.com-Deutschland-Chef und Casacanda-Gründer Roman Kirsch auf der "NEOCOM".

- GEHÖRT -

"Man darf nicht zu lange warten, um Dinge auszuprobieren. Es gibt ein Beispiel, das nenne ich immer dann, wenn es darum geht, wie man es nicht macht. Von den drei großen deutschen Versandunternehmen - Quelle, Neckermann und Otto - gibt es noch genau ein einziges, das überlebt hat und das ist der Otto-Konzern und auch der spart. Das konkursgegangene Unternehmen Quelle hat gezeigt, wie man es besser nicht macht, man kann nicht einfach nur einen Flyer digitalisieren.“
Bernd Wollmann von den Casinos Austria sieht Deutschlands ehemalige Vorzeigeversender als Negativbeispiele im Bereich E-Commerce >>>Horizont.at

Das könnte Sie auch interessieren